Richtiger Zeitpunkt eigentlich schon verpasst
Israels Verteidigungsminister fordert Ausweisung Arafats

Palästinenser-Präsident Jassir Arafat sollte nach Ansicht von Israels Verteidigungsminister Schaul Mofas möglichst bis zum Jahresende ausgewiesen werden. „Israel hat einen historischen Fehler gemacht, indem es ihn (Arafat) nicht schon vor rund zwei Jahren ausgewiesen hat“, sagte Mofas am Dienstag im israelischen Armee-Rundfunk.

Reuters JERUSALEM. Arafat habe nie die Absicht gehabt, sich mit Israel zu einigen. „Alles was er will, ist, den Konflikt fortzusetzen und die Bürger Israels bluten zu lassen. Ich glaube, er muss von der Bühne der Geschichte abtreten“, sagte Mofas, der sich bereits in der Vergangenheit mehrfach für Arafats Ausweisung ausgesprochen hatte. Arafat residiert in Ramallah im Westjordanland, ist von den USA und Israel jedoch politisch isoliert worden.

Der Zeitpunkt für Arafats Ausweisung müsse so gewählt werden, dass es der gegenwärtigen Palästinenser-Regierung von Ministerpräsident Mahmud Abbas nicht schade, sagte Mofas. Israel und die USA haben Arafat vorgeworfen, Abbas Bemühungen zu sabotieren, die palästinensischen Sicherheitskräfte unter seine Kontrolle zu bringen. Die militanten Palästinenser-Gruppen haben eine Waffenruhe aufgekündigt und in jüngster Zeit wieder verstärkt Anschläge auf Israelis verübt. Aus Sorge um die internationalen Auswirkungen hat sich Israels Ministerpräsident Ariel Scharon bislang stets einer Ausweisung Arafats widersetzt.

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