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Rick Santorum: Kein Geld, aber viel harte Rhetorik

Rick Santorum hat weder Geld noch eine ernstzunehmende Wahlkampfmaschinerie im Rücken. Doch der 53-Jährige ist nach seinem Dreifachsieg mehr als ein chancenloser Außenseiter im Kampf um die US- Präsidentschaftskandidatur.

Rick Santorum punktet vor allem im ultrarechten Lager. Quelle: Reuters
Rick Santorum punktet vor allem im ultrarechten Lager. Quelle: Reuters

BerlinDer ehemalige Senator von Pennsylvania kommt bei seinen Anhängern an, weil er polarisiert. Kritiker werfen ihm eine fast archaisch anmutende Religiosität vor. Außerdem hat er den Ruf eines kompromisslosen Hardliners. In Grundsatzfragen kennt der Volkswirt und Rechtsanwalt keinen Mittelweg: Ginge es nach ihm, wären Abtreibungen auch bei Vergewaltigungen und Inzest verboten.

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Beim Thema Abtreibung verweist er auch auf sein eigenes behindertes Kind. Bekannt ist er auch für seine strikte Ablehnung von Homosexualität. Darüber hinaus verficht er das Recht jedes Amerikaners, eine Waffe zu besitzen.

Seine Rhetorik ist hart: Er lehnt einen raschen Abzug aus Afghanistan ab und sagt, dass die Truppen so lange im Land bleiben sollten, bis die Taliban „kastriert sind“. Das weltweit kritisierte Gefangenlager Guantanamo solle bestehen bleiben, weil er „harte Verhörmethoden“ befürworte. Beim Thema Iran seien militärische Mittel nicht vom Tisch. Der Iran führe seit der islamischen Revolution von 1979 „Krieg gegen die USA“.

Santorum ist seit 21 Jahren mit seiner Frau Karen verheiratet, das Paar hat sieben Kinder. Mit 32 wurde er Mitglied im Repräsentantenhaus, zwölf Jahre saß er im Senat. Er sei schon eine Art Tea-Party-Politiker gewesen, bevor es die Bewegung der äußersten Rechten überhaupt gegeben habe, schrieb ein Reporter der „Washington Post“ einmal über ihn.

  • 29.02.2012, 10:34 UhrAnonymer Benutzer: Johannes

    "Kein Geld, aber viel harte Rhetorik"

    Über die Rhetorik Rick Santorums habe ich nun oberflächlich ein paar Dinge erfahren. Doch der erste Teil der Überschrift wird mit einem Satz abgefrühstückt.

    Ist das also nun ein unfertiger Artikel oder versucht man sich beim Handelsblatt mit reißerischen Überschriften mehr Leser zu verschaffen?

  • 29.02.2012, 09:31 UhrAnonymer Benutzer: Beobachter

    Harte Verhörmethoden sind ok ?
    Ich schlage für ihn einen Selbstversuch des ganzen Programmes vor. Sollte dieser irgendwie erfolgreich sein,
    darf er das gerne wiederholen. ;-)

  • 09.02.2012, 08:58 UhrAnonymer Benutzer: Andreasyy

    Konservative Ansichten sind ja durchaus ok. Die Ansicht, Abtreibungen seine eine Tötung von Leben, ist nachvollziehbar. Auch der Abzug der Truppen aus Afghanistan ist diskutierbar, da die Folgen recht unklar sind. Aber eine harte ablehnende Haltung zu Homosexuellenrechten ist absolut nicht akzeptierbar. Homosexuelle (w oder m) schaden per se niemandem. Es handelt sich dabei um eine rein persönliche Angelegenheit des einzlnen. Mit dieser Haltung katapultiert sich Santorum schlagartig raus aus dem Kreis der Zivilisierten. Was kommt dann als nächstes? Steht dann jeder, der nicht jeden Sonntag in - selbstverständlich Santorum's - Kirche geht oder gar zum flaschen Gott betet, mit mindestens einem Bein in Guantanamo?

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