Riesige Flächen
China kauft Ackerland in der Ukraine auf

Die Ukraine verfügt über riesige Ackerflächen. In einem einzigartigen Deal will sich China den Zugriff auf dieses Land sichern. Es geht um eine Fläche so groß wie Brandenburg. Und das ist erst der Anfang.
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ShanghaiChina will einem Zeitungsbericht zufolge in der Ukraine Ackerland in Größe der Fläche Brandenburgs kaufen. Das Staatsunternehmen Xinjiang Production and Construction Corps (XPCC) habe mit dem ukrainischen Agrarkonzern KSG Agro eine entsprechende Vereinbarung unterschrieben, berichtete die "South China Morning Post" am Sonntag. In einem ersten Schritt erhalte China Zugriff auf 100.000 Hektar Land, letztlich sollten es dann drei Millionen Hektar werden. Diese Fläche entspräche etwa einem Viertel des gesamten Ackerlandes in Deutschland: Hierzulande bewirtschaften Landwirte Äcker mit einer Fläche von fast zwölf Millionen Hektar.

In der Ukraine sollen in den kommenden 50 Jahren für den chinesischen Markt Feldfrüchte angebaut und Schweine gezüchtet werden. Ein XPCC-Sprecher lehnte zunächst eine Stellungnahme ab.

China kauft schon seit längerem Ackerland im Ausland zu, um die Versorgung seiner Bevölkerung zu sichern. In China lebt etwa ein Fünftel aller Menschen weltweit, der Staat verfügt aber nur über neun Prozent des fruchtbaren Landes. 2009 verfügte China über zwei Millionen Hektar Land im Ausland, das entspricht etwa der Fläche Hessens. Zuletzt war aber Kritik an der Einkaufstour laut geworden. So forderten australische Politiker eine stärkere Aufsicht, wenn Ackerland an ausländische Investoren abgegeben wird, nachdem China die größte Baumwoll-Farm des Landes erworben hatte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Riesige Flächen: China kauft Ackerland in der Ukraine auf"

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  • China bereitet schön langsam den Exit aus dem USD vor.
    Und da sie den grössten Teil ihrer Währungsreserven in USD halten und obendrein noch der größte Gläubiger der USA sind wird dieser Schritt sehr schmerzvoll werden. Deshalb sichern sich die Chinesen anderwärtig ab. Dieses Modell währe auch fuer Europa empfehlenswert. Aber Europa ist leider politisch wie ökonomisch in amerikanischer Geiselhaft.In den kommenden Wochen wird sich Obama im Kongress mit den Republikanern herumschlagen muessen Zecks Anhebung der Schuldenobergrenze des Staatshaushaltes. Dabei wird Obamacare nebenbei den Bach runtergehen.Ist halt schon blöd so einen teuren Militärapparat zu finanzieren um damit den USD als Weltleitwährung weiter zu etablieren. Aber macht ja nichts, der Goldstandard wurde aufgehoben die Druckerpresse läuft, Schuldengrenze wird nach oben geschraubt, USD wird immer weniger wert. Da kann mans den Chinesen nicht fuer Miese nehmen das sie nach einen Ausweg suchen um nicht mit in den ökonomischen Kollaps hineinstrudeln.

  • @savarez03,
    falls Du mit mir einer Meinung bist das es sich lohnt in Chinas Agrarwirtschaft zu investieren, dann besuche bitte meine Blogs zu AGRIA und CGA auf wallstreetonline.

  • @ Ihr

    Sie sollten Ihre planwirtschaftlichen Ergüsse und Größenwahn für sich behalten, vor allem wenn Sie nicht wissen, wovon Sie labern.

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