Risiko Euro-Krise
US-Notenbanker trommeln für neue Hilfen

Greift die Fed wieder in ihre Trickkiste? Nach Ansicht von Vizechefin Yellen und anderen Notenbankern könnten neue Hilfen für die US-Wirtschaft bald nötig werden. Heute wird sich Fed-Präsident Bernanke dazu äußern.
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WashingtonEs waren Aussagen, die Mut machen. Die Wirtschaft sei in den vergangenen Wochen in „mäßigem Tempo“ gewachsen, teilte die US-Notenbank Fed am Mittwoch mit. Auch der Arbeitsmarkt zeige zumindest eine leichte Tendenz zum Besseren, zudem sei Inflation derzeit kein großes Problem, heißt es im so genannten Beige Book, dem jüngsten Konjunkturbericht zur Lage im Mai. Im vorherigen Report waren die Notenbanker noch deutlich skeptischer gewesen.

Steht es um die US-Wirtschaft also doch besser als gedacht? Immerhin hatte das Handelsministerium noch am Freitag mit unerwartet schwachen Zahlen vom Arbeitsmarkt schlechte Stimmung verbreitet.

Aufklärung könnte Fed-Präsident Ben Bernanke höchstselbst bringen, der am heutigen Donnerstag in Washington vor einem Parlamentsauschuss aussagen soll. Denn aus seinem Haus kommen widersprüchliche Signale: Ebenfalls am Mittwoch, dem Tag des optimistischen Beige Books, äußerten sich mehrere Top-Notenbanker pessimistisch über die Lage – und nährten Spekulationen, dass die Fed bald erneut stützend eingreifen könnte.

„Es gibt eine Reihe deutlicher Risiken für den wirtschaftlichen Ausblick“, sagte Fed-Vizechefin Janet Yellen bei einem mit Spannung erwarteten Vortrag in Boston. Fortdauernde Probleme auf dem Häusermarkt, ein zum Stillstand gekommener Arbeitsmarkt und die sich verschlimmernde Euro-Krise könnten das Wachstum der US-Wirtschaft verlangsamen, sagte Yellen, die als „Taube“ gilt, als Befürworterin von Stützungsaktionen der Fed. Die jüngsten Daten seien „ziemlich enttäuschend“ gewesen.

Deshalb, so Yellen, müsse die Fed möglicherweise bald eingreifen, um die Wirtschaft gegen „Schocks“ abzusichern. Dazu könnte die Notenbank weitere Staatsanleihen aufkaufen oder den Leitzins länger bei neinahe null halten als bislang geplant, also über das Jahr 2014 hinaus. Auch eine Verlängerung der „Operation Twist“ sei denkbar. Dabei werden US-Staatsanleihen mit kürzeren Laufzeiten durch solche mit längerer Laufzeit ersetzt, um die Finanzierungskosten zu senken. Solche Aktionen könnten auch dann schon nötig werden, so Yellen, wenn die Fed feststelle, dass die wirtschaftliche Erholung „nicht in einem zufriedenstellenden Tempo fortschreitet“.

Analysten zeigten sich überrascht, wie deutlich die Notenbankerin mit ihren Aussagen ein Eingreifen der Fed fordere. „Yellen hat klar einen Schritt in Richtung QE 3 gemacht“, sagte der Währungsspezialist Adam Button von Forexlive der Nachrichtenagentur Reuters. „QE“ steht für „Quantitative Easing“, dem milliardenschweren Programm der Fed zum Ankauf von Staatsanleihen. Zwei Runden hat es bereits gegeben, seitdem warten die Märkte auf Nummer drei. Ron Florance von Wells Fargo sagte dem Finanznachrichtendienst Bloomberg: „Ich wäre überrascht, wenn die Fed nicht schon Pläne in der Schublade hat für den Fall, dass sich die Krise in Europa verschärft“.

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„Wir müssen weitere Aktionen ins Auge fassen“

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  • Schlaumeier, sie reden Unsinn, die USA sind das 2.wettbewerbsfähige Land der Welt, nach HK, Deutschland, die Melkkuh Europas, liegt nur auf Platz 10, die USA sind hochinnovativ, hochproduktiv, 2/3 der 100 gewinnträchtigsten Unternehmen kommen aus den USA, Apple könnte z.B Daimler aus der Portokasse bezahlen, warum? Weil man die Leistungsfähigen dort nicht demotiviert, sondern fördert, und das, was in den Orkus der Evolution gehört, auch dort belässt, selbst die vor 2 Jahren noch am Abgrund taumelnden Banken haben ihre Beihilfen weitgehend zurückbezahlt, schauen sie sich dagegen Europa an, sozielromantische Träumerereien, pampern von nicht überlebensfähigen Strukturen, Selbstkasteiung durch unausgegorene Energiewenden, da kann es nur abwärts gehen

  • auch sie wissen bescheid - langsam fühle ich mich nicht mehr einsam. auch prima.

  • Die Reservewährung Dollar hat Amerika sehr viel eingebracht, jetzt kommt der Euro den Amis langsam in die Quere wenn auch noch nicht in der gleichen Gewichtsklasse, stört er. Der Yuan kommt auch langsam in den Ring und schon wieder ein Geschäft weniger für den Dollar (China/Japan). Da bleibt dann nur noch drucken von Dollars für den eigenen Markt. Nicht wahr, Mr Bernanke?

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