Rodrigo Rato hat gute Chancen
Lemierre geht nicht zum IWF

Die Osteuropabank hat ihren französischen Chef Jean Lemierre für eine zweite Amtszeit bestätigt. Dies sei aber keine Vorentscheidung über den EU-Kandidaten für den Chefposten beim IWF, sagte der irische Finanzminister Charlie McCreevy am Montag nach der Entscheidung in London.

HB LONDON. Deutschland und Frankreich haben sich für Lemierre als Nachfolger des Bundespräsidenten-Kandidaten Horst Köhler an der Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF) ausgesprochen. In EU-Kreisen waren zuletzt aber dem ehemaligen spanischen Wirtschaftsminister Rodrigo Rato steigende Chancen eingeräumt worden. Auch die USA haben inoffiziell Unterstützung für Rato signalisiert, und Großbritannien soll ebenfalls den Spanier bevorzugen.

Die Entscheidung über den europäischen IWF-Kandidaten sollte ursprünglich bei dem Treffen der Osteuropabank in London fallen, wurde dann aber erneut verschoben. Der IWF wird traditionell von einem Europäer geführt, die Weltbank dagegen von einem Amerikaner. McCreevy sagte, er hoffe nun auf eine Einigung in der laufenden Woche am Rande der Frühjahrstreffen von IWF und Weltbank in Washington. Dass Lemierre wiedergewählt wurde, sei kein technisches Hindernis für einen Wechsel zum IWF.

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