Rolle unklar: USA bestätigt CIA-Einsatz in Libyen

Rolle unklar
USA bestätigt CIA-Einsatz in Libyen

US-Regierungskreise haben einen Einsatz von CIA-Agenten in Libyen bestätigt, ihre genaue Rolle bleibt aber unklar. Analysen hätten gezeigt, dass die Rebellen ohne Unterstützung nicht gegen Gaddafi gewinnen könnten.
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WashingtonDie USA haben in Libyen CIA-Agenten im Einsatz, um die Rebellen gegen das Regime von Muammar al Gaddafi zu unterstützen. Dies bestätigten am Donnerstag Regierungskreise in Washington. Demnach führten militärische Analysen zu der Erkenntnis, dass die Rebellen ohne Unterstützung den Kampf gegen Gaddafi nicht gewinnen können.   

Die genaue Rolle der CIA in Libyen ist bislang unklar. Experten gehen davon aus, dass die Agenten entsandt wurden, um die Stärke und Ausrüstung der Rebellen zu überprüfen und Präsident Barack Obama Empfehlungen für eine bessere Bewaffnung zu geben. Außerdem hätten die Geheimdienstmitarbeiter geholfen, Besatzungsmitglieder eines abgestürzten amerikanischen Kampfflugzeuges zu bergen. Ob und in welcher Form die USA die Rebellen mit Waffen ausstatten, hat das Weiße Haus noch nicht entschieden.  

Offiziell wollen sich die USA allerdings schrittweise aus dem Militäreinsatz in Libyen zurückziehen: Angesichts der Kommandoübergabe an die NATO solle das Engagement der US-Armee bei den Luftangriffen auf die Gaddafi-Truppen spürbar reduziert, kündigte NATO-Kommandeur Admiral James Stavridis am Mittwoch bei einer Anhörung vor dem US-Kongress an.

Derzeit würde etwa die Hälfte der Luftangriffe von US-Piloten geflogen, sagte Stavridis. In den kommenden Wochen wollten sich die USA aus der aktiven Rolle zurückziehen und stärker als Unterstützer anderer Streitkräfte in Erscheinung treten. Der Militäreinsatz zur Durchsetzung der Flugverbotszone über Libyen hat die USA nach Angaben des Pentagon bislang 550 Millionen Dollar (391 Millionen Euro) gekostet.

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