Rom lehnt Abzug von Soldaten ab
Italien rechnet mit Freilassung der Irak-Geiseln

Die Gefangenschaft der drei italienischen Geiseln im Irak hat offenbar ein Ende. Italien bereitet bereits die Rückkehr der Männer vor. Ein Flugzeug des italienischen Roten Kreuzes sei am Mittwoch in Bagdad gelandet. Vermutlich werde es die drei Männer in Kürze ausfliegen, berichtete das staatliche italienische Fernsehen.

HB ROM. „Den Geiseln geht es gut“, sagte ein Vertreter des italienischen Roten Kreuzes in der irakischen Hauptstadt. Man habe wertvolle Kontakte zu Kreisen, die helfen könnten. Auch Ministerpräsident Silvio Berlusconi erwartet, dass die Männer bald wieder auf freiem Fuß sein werden.

Milizen im Irak hatten vor einer Woche vier italienische Zivilisten, die für private Sicherheitsdienste arbeiteten, in ihre Gewalt gebracht. Kurz darauf töteten sie eine der Geiseln. Seitdem versucht die Regierung in Rom, den Konflikt durch geheime Gespräche zu lösen. Dazu verlautete in der italienischen Hauptstadt, man sei zur Freilassung auch bereit, Lebensmittel und Medikamente in den Irak zu liefern. Minister sprachen auch von der Möglichkeit, Lösegeld zu zahlen.

Die Kidnapper hatten zunächst gedroht, weitere Geiseln zu erschießen, falls Italien seine Soldaten nicht aus dem Irak abzieht. Berlusconi lehnt einen Abzug aber ab.

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