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Romney gewinnt in Florida: Sieger einer Schlammschlacht

Nach einem harten Kampf hat Mitt Romney die Vorwahl der US-Republikaner in Florida klar gewonnen – und seinen Rivalen Newt Gingrich gedemütigt. Während der Sieger am Abend Harmonie forderte, trat der Verlierer nach.

WashingtonEr hat es ihm gezeigt, aber so richtig. Mitt Romney scheint vor Stolz zu platzen, als er am Dienstagabend in Tampa, Florida, vor seinen jubelnden Fans auf die Bühne tritt. Ein „großer Sieg“, sei das heute gewesen, ein entscheidender, ruft der Präsidentschaftskandidat der Republikaner in den Saal. „Ich stehe bereit, die Partei und unsere Nation zu führen“. Seinen ärgsten Rivalen Newt Gingrich bedenkt er mit ein paar Anerkennungs-Formeln, ansonsten heißt es: Ich bin hier der Mann.

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Kurz zuvor hatten die Fernsehsender Romney zum klaren Sieger der Vorwahl in Florida erklärt. Der Multimillionär und Ex-Gouverneur von Massachusetts holte nach Auszählung der meisten Wahlbezirke 46 Prozent der Stimmen republikanischer Parteimitglieder – und deklassierte damit Gingrich, der nur auf 32 Prozent kam. Weit abgeschlagen endeten Rick Santorum (13 Prozent) und Ron Paul (7).

Für Romney ist der Triumph im „Sunshine State“ nicht nur ein Etappensieg auf dem Weg durch die insgesamt 50 Vorwahlen seiner Partei in allen Bundesstaaten. Die Niederlage, die ihm Gingrich vor einer Woche in South Carolina beigebracht hatte, ist erst einmal vergessen.

Interaktive Infografik Wie Romney seine Konkurrenten abhängte

Der Vorwahlkampf der US-Republikaner war schmutzig - und er dauerte länger als erwartet. Am Ende darf Mitt Romney Präsident Barack Obama herausfordern - doch der Kandidat ist ramponiert. Sein Weg durch den Vorwahlzirkus.

Interaktive Infografik: us-vorwahl

Und der Rivale, der wegen seiner Unberechenbarkeit und Aggressivität selbst beim Partei-Establishment unbeliebte Ex-Sprecher des Repräsentantenhauses, ist auf Normalgröße geschrumpft. Nun ist Romney wieder klarer Favorit unter den vier verbliebenen Kandidaten, so wie er es seit Beginn des Rennens war.

Bei den Vorwahlen geht es darum, so viele Delegiertenstimmen wie möglich zu sammeln für den großen Parteitag der Republikaner im August. Dort wählt die Partei dann gemäß der Ergebnisse in den Bundesstaaten den Kandidaten, der gegen US-Präsident Barack Obama antreten soll.

Wahlzirkus Florida Vorentscheidung im Sunshine State

  • Wahlzirkus Florida: Vorentscheidung im Sunshine State
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  • Wahlzirkus Florida: Vorentscheidung im Sunshine State

Insgesamt 1444 Stimmen sind nötig, um auf der „National Convention“ gewählt zu werden, und Romney führt nach Florida, das 50 Stimmen brachte, nun klar mit 84 vor Gingrich mit 27. Paul und Santorum haben nur 10 beziehungsweise 8 Stimmen auf dem Konto und gelten als weithin chancenlos. Doch da sie am Dienstag ankündigten weiterzumachen, wird es möglicherweise erst am „Super Tuesday“ am 6. März eine Entscheidung geben, wenn zehn Bundesstaaten auf einmal wählen.

  • 01.02.2012, 11:40 Uhrtabascoman

    Ginrich hat charakterliche Mängel die eigentlich auch hier bekannt sein sollten.

    Zumindest in den USA kommt es grottenschlecht an, wenn man seiner Frau die Scheidungspapiere am Krankenbett übergibt und außerdem wegen unsauberen Finanzgeschäften bereits verurteilt wurde.

    Wenn die Republikaner solchen Kandidaten wie Ginrich gegen Obama zulassen sind sie selber schuld. Denn mit diesem Charakter kann Ginrich für Obama nie gefährlich werden!

  • 01.02.2012, 11:39 UhrAnonymer Benutzer: Thomas-Melber-Stuttgart

    Tja, eigentlich sind alle Kandidaten in den Vorwahlen schon "verbrannt", oder wie will man am Spitzenkandidaten noch etwas positives finden - nachdem selbst "Parteifreunde" ihn zugunsten ihres präferierten Kandidaten madig gemacht haben?

  • 01.02.2012, 10:14 UhrFlashGordon

    Money rules. Ein gutes Zeichen. Thumbs up for Romney !

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