Rotes Kreuz kritisiert Gefangenenlager
Neue Vorwürfe gegen US-Truppen im Irak

Nur sieben Monaten nach dem Skandal um die Misshandlungen irakischer Gefangener im Gefängnis Abu Ghraib sind zahlreiche neue Vorwürfe gegen die USA bekannt geworden.

HB WASHINGTON/GENF. Die amerikanische Bürgerrechtsorganisation ACLU veröffentlichte nach einem Rechtsstreit mit der Regierung 43 Dokumente, die Misshandlung von Gefangenen im Irak, Afghanistan und Guantanamo auf Kuba belegen. In vielen Fällen wandten geheime US-Spezialkommandos dabei brutale und nicht genehmigte Verhörmethoden an.

In einem Fall beschwert sich der Chef des US-Militärgeheimdienstes Lowell Jacoby über die Misshandlung von Gefangenen. So hätten Armeeermittler einem Gefangenen im Irak solange in das Gesicht geschlagen, bis er medizinisch versorgt werden musste. Andere Gefangene seien mit Brandwunden auf dem Rücken, blauen Flecken und anderen Zeichen der Gewaltanwendung von Verhören zurückgekommen. Selbst die Mitarbeiter des DIA seien von den geheimen Ermittlern bedroht und vor einer Weitergabe der Informationen gewarnt worden.

Auch aus anderen Dokumenten geht hervor, dass hochrangige Mitarbeiter des FBI und des DIA Einspruch gegen harte Verhörmethoden erhoben. Ein FBI-Mitarbeiter zitierte den damaligen Leiter des US-Gefangenenlagers in Guantanamo Bay auf Kuba, General Geoffrey Miller, wonach die „Quelle“ für die vom FBI als potenziell illegal angesehenen Methoden Verteidigungsminister Donald Rumsfeld sei.

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