„Ruby-Prozess”
Höchstes Gericht befasst sich mit Berlusconi

Der Prozess um Silvio Berlusconi und seine „Bunga Bunga”-Parties wird weiter verzögert: Weil der Ex-Regierungschef die Mailänder Richter für befangen hielt, muss das Kassationsgericht jetzt Recht sprechen.
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RomDas höchste italienische Gericht hat am Montag in Rom über den Fortgang von zwei laufenden Prozessen gegen den ehemaligen Regierungschef Silvio Berlusconi beraten. Das Kassationsgericht muss über einen Antrag Berlusconis entscheiden, der die Verfahren wegen angeblicher Befangenheit der Mailänder Richter nach Brescia verlegt sehen will.

Es geht um das Mediaset-Verfahren um Steuerhinterziehung und den „Ruby“-Prozess um angeblichen Sex mit minderjährigen Prostituierten und Amtsmissbrauch. Eine Entscheidung der Richter könnte noch am Montag fallen. Eine Verlegung würde die Prozesse weiter verlängern.

Berlusconis Antrag stoppt bereits seit vielen Wochen die in der Schlussphase angelangten Verfahren bis zu einer Entscheidung der höchsten Richter. Die Mailänder Justiz sei voreingenommen gegenüber ihrem Mandanten und behandele ihn feindselig, hatten seine Anwälte den Vorstoß begründet. Kritiker sehen darin eine Verzögerungstaktik.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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