Rückfall befürchtet
China will Kontrollen und knappe Kreditpolitik beibehalten

Der Minister der mächtigen Reform- und Entwicklungskommission, Ma Kai, kündigte am Rande der Jahrestagung des Volkskongresses an, den bisher eingeschlagenen Weg weiterzugehen. „Wenn wir in unseren Bemühungen nachlassen, wird es möglicherweise einen Rückfall geben“, so Kai weiter.

HB PEKING. Erste Erfolge der Politik seien nur anfänglich und „haben noch keinen Bestand“. Nach 9,5 % im Vorjahr will China sein Wirtschaftswachstum in diesem Jahr auf 8 % drosseln.

Ein vorsichtiges Vorgehen deutete auch Zentralbankchef Zhou Xiaochuan bei den geplanten Börsengängen der Bank of China und der China Construction Bank an. Beide Banken hätten ihre finanzielle Umstrukturierung abgeschlossen und berieten sich mit Finanzhäusern. Ihr Börsengang sei „nicht all zu weit entfernt“, sagte der Zentralbankchef. „Sie werden auch berücksichtigen, wann es eine günstige Gelegenheit auf dem Kapitalmarkt gibt.“ Auf Fragen nach einem Ankauf von Euros mit den Devisenreserven von 600 Mrd. US- Dollar ging Zhou Xiaochuan nicht ein. China habe immer schon versucht, seine Devisenreserven „breit zu fächern“.

Besorgt äußerte sich der oberste Wirtschaftslenker Ma Kai über den wachsende Energieverbrauch. Der Verbrauch sei extensiv, die Effizienz gering und die Verschwendung enorm. Der Energieverbrauch wachse jährlich um 15 %. Wenn China so weitermache, werde die Stromknappheit andauern. „Dann werden wir das schnelle Wirtschaftswachstum nicht aufrechterhalten können.“ Chinas Energieverbrauch sei halb so groß wie der der USA, obwohl deren Bruttoinlandsprodukt acht Mal größer sei. Ähnlich verbrauche China mehr als Japan, obwohl die japanische Wirtschaft drei Mal so groß sei.

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