Rückhalt für Reformen
Konservative in Südkorea gewinnen Parlamentswahl

In Südkorea haben die Konservativen erstmals seit 20 Jahren eine Parlamentswahl gewonnen. Sie verschafften ihrem Präsidenten Lee Myung Bak damit Rückhalt für die geplanten Reformen der viertgrößten Volkswirtschaft Asiens.

HB SEOUL. Nach Auszählung von mehr als 90 Prozent der Stimmen wird die konservative Große Nationalpartei (GNP) des neuen Präsidenten Lee Myung Bakmit einer Mehrheit von 152 Sitzen in die 299 Sitze zählende Nationalversammlung in Seoul einziehen und die Liberalen als stärkste Kraft ablösen, berichtete der Fernsehsender KBS. Die Vereinigte Demokratische Partei (UDP) erlitt demnach erhebliche Verluste und kann nur noch mit 82 Mandaten rechnen. Die UDP stellte bisher 136 Abgeordnete.

Erst knapp vier Monate zuvor hatten die Südkoreaner Lee zum neuen Staatschef gewählt und sich damit für einen Machtwechsel nach zehn Jahren liberaler Vorherrschaft entschieden. Der seit Februar amtierende Staatschef hat ein Wachstum von sechs Prozent versprochen, nach fünf Prozent im vergangenen Jahr. Zudem will er die Bürokratie abbauen, die die Unternehmen bremse, sowie die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie verbessern.

Lees Partei kam im Wahlkampf jedoch nur schlecht aus den Startlöchern und vermasselte Personalentscheidungen. Südkorea spürt zugleich immer deutlicher die Folgen der Kreditmarktkrise.

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