Rückkehrer berichten von ihren Erlebnissen
"Dann kam die Riesenflutwelle"

Nach dem schweren Beben in Südasien sind am Montag die ersten deutschen Urlauber aus dem Katastrophengebiet zurückgekehrt. Übereinstimmend berichteten sie von dramatischen Szenen und großen Zerstörungen.

HB FRANKFURT. „Dann kam eine Riesenflutwelle und hat den ganzen Strand mitgerissen“, beschrieb ein Rückkehrer die Welle, die am Sonntag unter anderem die thailändische Ferieninsel Phuket überschwemmte. Das seit 40 Jahren schwerste Erdbeben hatte eine bis zu zehn Meter hohe Flutwelle ausgelöst, mindestens 21.500 Menschen wurden getötet.

Ein anderer Urlauber berichtete mit Tränen erstickter Stimme, in seinem Hotel seien durch die Flutwelle Menschen eingeklemmt worden. Er habe noch deren Schmerzensschreie im Ohr. Dann habe jemand ein Moped organisiert und man sei darauf zu dritt zum Flughafen gefahren. „Ich wollte nur noch weg.“ Unterwegs habe er tausende Menschen gesehen, die sich ohne Habseligkeiten auf Anhöhen geflüchtet hätten.

Eine Touristin berichtete, es sei schwierig gewesen, ein Flugzeug nach Deutschland zu erreichen. Sie habe den Transfer zum Flughafen selbst organisiert, weil die zugesagten Taxis nicht gekommen seien.

Verärgert zeigte sich ein Rückkehrer über die ersten Sicherheitsmaßnahmen der thailändischen Behörden: „Nichts abgesperrt, keine Polizei.“ Die Touristen hätten es aber noch relativ gut getroffen. Sie seien mit Autos ins Krankenhaus gebracht worden. Über die Zustände in der Klinik sagte er: „Chaos pur, kein Telefon kein Strom.“

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