Rüstung
Israel bekommt weitere deutsche U-Boote

Deutschland und Israel haben die Verträge über den Verkauf von zwei weiteren U-Booten der Dolphin-Klasse unterzeichnet. Im Gegensatz zu den bereits gelieferten drei Unterseebooten werden die beiden neuen Schiffe mit der weltweit einmaligen Brennstoffzellen-Technologie ausgestattet.

HB BERLIN. Die Verträge zwischen Israel, der Kieler Werft HDW und der Bundesregierung seien am 6. Juli unterschrieben worden, bestätigte am Mittwoch ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin. Die Bundesregierung hat zugesagt, bis zu 333 Millionen Euro oder etwa ein Drittel der Kosten zu übernehmen.

Die zu Thyssen-Krupp gehörende Werft HDW hatte für Israel bereits drei Boote der Dolphin-Klasse gebaut, allerdings mit dem herkömmlichen akkubetriebenen Elektromotor für die Unterwasserfahrt. Die neuen Schiffe werden wie die neuesten U-Boote der Bundesmarine der Klasse U 212 mit einem geräuschlos arbeitenden Brennstoffzellenantrieb ausgestattet. Über Wasser werden beide U-Boot-Typen von einem Dieselmotor angetrieben.

Der Vertrag über die Lieferung von deutschen Unterseebooten an die israelische Marine war unter dem Eindruck des Golfkrieges 1991 zu Stande gekommen, als Israel vom Irak mit Scud-Raketen beschossen wurde. Deutschland, das sich nicht am Golfkrieg unter Führung der USA beteiligte, wollte damit sein Eintreten für das Existenzrecht Israels untermauern. Zudem heißt es, die Bundesregierung habe mit dem Deal die krisengeschüttelte deutsche Werftindustrie unterstützen wollen.

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