Rüstungsabkommen: Russland nimmt nicht mehr an KSE-Beratungen teil

Rüstungsabkommen
Russland nimmt nicht mehr an KSE-Beratungen teil

Das KSE-Abkommen soll die Zahl der konventionellen Streitkräfte und Waffen in Europa Begrenzen. Jetzt hat Russland erklärt, sich nicht mehr an Beratungen zu dem Abkommen zu beteiligen.
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MoskauRussland stoppt seine Teilnahme an Beratungen zum KSE-Abkommen über die Begrenzung konventioneller Streitkräfte in Europa. Ab diesem Mittwoch werde Russland sich an Treffen der Beratungsgruppe über eine Anpassung des Regelwerks nicht mehr beteiligen, erklärte das Außenministerium in Moskau.

Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen sind so schlecht wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr. Grund ist der Ukraine-Konflikt. Westliche Staaten werfen der Regierung in Moskau vor, prorussische Separatisten im Osten der Ukraine militärisch zu unterstützen. Russland weist dies zurück.

Der KSE-Vertrag von 1990 sieht eine Begrenzung der konventionellen Waffen in Europa vor, also etwa Panzer, Kampfflugzeuge oder Angriffshubschrauber. So sollen etwa groß angelegte Überraschungsangriffe verhindert werden. Allerdings beschloss Russland bereits 2007, die Umsetzung des Vertrags auszusetzen, da er nicht mehr den Sicherheitsinteressen des Landes entsprach.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Nicht zu vergessen: er bedroht direkt Deutschland, die USA und den ganzen Westen und bereitet eine Annexion des Planeten Vulkan vor.

  • Putin hat in vielen Reden, auch vor dem Bundestag, immer wieder in einfachen Worten dargelegt, dass er Frieden, Freundschaft und wirtschaftliche Zusammenarbeit wünscht – von Lissabon bis Wladiwostok.

    Er hat besonders im letzten Jahr auch gesagt, dass er die russische Identität nicht aufgeben will und bereit ist, diese zu verteidigen. Ein durch und durch nachvollziehbares Ziel, das mit den unseren keinesfalls kollidiert.
    Warum also stellen unsere Vordenker immer wieder die Worte Putins in Frage? Warum wird Russland zum Aggressor stilisiert? Könnte es sein, dass ein notorischer Lügner immer annehmen muss, dass alle anderen genauso brutal lügen, wie er selbst?



  • Was will Putin? – Falsche Frage!
    -
    Immer wieder wird die Frage gestellt, was Putin will. Zu viele Talkshows haben sich damit beschäftigt und sind zu keinem brauchbaren Ergebnis gekommen. Kein
    Wunder, denn diese Frage ist längst und wiederholt von Putin selbst
    beantwortet worden. Es wäre richtiger und ehrlicher zu fragen, ob wir
    bereit sind, Putin zu glauben. Noch wichtiger wäre allerdings die Frage:
    Was wollen wir oder besser die USA?

    Bereits als Russland noch Sowjetunion hieß war eines unbestritten: Man konnte
    sich auf ihre Vertragstreue verlassen. Die russische Kultur
    unterscheidet sich von der westlichen unter anderem dadurch, dass
    Freundschaft und das gesprochene Wort einen sehr hohen Stellenwert
    haben. Man kann sich darauf verlassen. Diese Mentalität hat dann auch
    dazu geführt, dass Gorbatschow nicht darauf bestanden hat, ja nicht
    einmal auf die Idee kam, die (mündlichen) Versprechen der USA/NATO in
    schriftlichen Verträgen dokumentieren zu lassen. Wir wissen, dass das
    ein Fehler war – siehe NATO-Osterweiterung.

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