Ruhe in Tiflis
BGS dementiert Ankunft Schewardnadses in Deutschland

Der Bundesgrenzschutz (BGS) hat laut Bundesinnenministerium seine früheren Angaben dementiert, dass der ehemalige georgische Präsident Eduard Schewardnadse in Baden-Baden angekommen sei.

HB BERLIN/TIFLIS. Ein Sprecher des Ministeriums sagte am Montag nach Rücksprache mit dem BGS: „Der BGS hat dementiert, dass Schewardnadse in Deutschland ist.“

Zuvor hatte ein BGS-Sprecher erklärt, dass Schewardnadse in Baden-Baden gelandet sei. Unterdessen sagte ein führender georgischer Oppositionspolitiker in Tiflis, Schewardnadse habe das Land nicht verlassen.

Zuvor hieß es bereits, dass Eduard Schewardnadse Georgien nicht verlassen habe. Dies verlautete aus seinem Umfeld. Die Lage in der georgischen Hauptstadt Tiflis hat sich nach der Revolte beruhigt. Der 75-Jährige sei nach seiner Abdankung zunächst zum Haus seiner Tochter in den Tifliser Vorort Saguramo gebracht worden, teilte ein Vertrauter Schewardnadses am Montag mit. Russische Agenturen hatten bereits in der Nacht berichtet, Schewardnadse habe das Land im Flugzeug mit unbestimmtem Ziel verlassen.

Die amtierende Staatschefin Nino Burdschanadse kündigte Neuwahlen binnen 45 Tagen an. Sie forderte zugleich die Behörden auf, nach den dreiwöchigen Protesten überall im Land die Ordnung wiederherzustellen. Die Menschen sollten wieder ihrem geregelten Alltag nachgehen, sagte die bisherige Parlamentsvorsitzende. Noch in der Nacht rief Burdschanadase die Führung von Polizei, Armee und Geheimdienst zu einer ersten Lagebesprechung zusammen.

Am Morgen nach dem Rücktritt des georgischen Präsidenten Eduard Schewardnadse hat sich die Lage auf den Straßen der Hauptstadt Tiflis beruhigt. In der Nacht zum Montag hatten zehntausende Anhänger der Opposition das Abdanken des 75-Jährigen gefeiert. Die amtierende Staatschefin Nino Burdschanadse rief die Behörden auf, nach den dreiwöchigen Protesten überall im Land die Ordnung wiederherzustellen. Die Menschen sollten wieder ihrem geregelten Alltag nachgehen, sagte die bisherige Parlamentsvorsitzende.

In der Nacht gab es zu Schewardnadses Aufenthaltsort widersprüchliche Angaben. Nach einigen russischen Medien verließ er Georgien per Flugzeug mit unbekanntem Ziel. Die Bundesregierung hatte erklärt, Schewardnadse sei wegen seiner Verdienste um die Wiedervereinigung in Deutschland willkommen.

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