Rumänien
Designierter rumänischer Premier macht Rückzieher

Der designierte rumänische Ministerpräsident verzichtet auf das Amt: Theodor Stolojan hat bekannt gegeben, er wolle zugunsten eines jüngeren Regierungschefs zurückstehen. Es solle jemanden nominiert werden, der "der jungen Generation Hoffnung macht".

HB BUKAREST. Staatspräsident Traian Basescu hatte den 65 Jahre alten Finanzexperten Stolojan, der das Regierungsamt bereits von 1991 bis 1992 inne hatte, in der vergangenen Woche zum neuen Ministerpräsidenten berufen. Sein Rückzieher löste Verwunderung aus, zumal es politisch keinerlei Widerstand gegen ihn gegeben hatte.

Die Ankündigung erfolgte einen Tag, nachdem die bisherigen politischen Kontrahenten, die Sozialdemokraten (PSD) und die rechtsliberale PD-L, sich auf eine Koalitionsregierung geeinigt hatten. "Die Vorsitzenden der beiden Regierungsparteien, die die Partnerschaft für Rumänien eingegangen sind, sollen die Verantwortung übernehmen und einen Premier designieren", sagte der PD-L-Politiker Stolojan in einer knappen Erklärung.

Der künftige Regierungschef soll an der Spitze einer Koalition aus Demokratischen Liberalen, den Sozialdemokraten und der Partei der ungarischen Minderheit stehen. Die neue Koalition kann sich nach der Wahl vom 30. November im Parlament auf eine nahezu 80-prozentige Mehrheit stützen. Die Demokratisch Partei-Liberale (PD-L) Stolojans gewann 115 Sitze, einen mehr als die Sozialdemokraten.

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