Rumsfeld spricht von angemessener Truppenstärke
Irak: US-Armee beklagt so viele Tote wie im Krieg

Im Irak sind seit dem Ende der größeren Kampfhandlungen inzwischen genauso viele US-Soldaten ums Leben gekommen wie während des sechswöchigen Krieges. Das 138. Opfer seit dem 1. Mai war nach Angaben des US-Zentralkommandos ein Soldat, der am Montag nicht durch eine feindliche Kugel, aber durch eine Schussverletzung ums Leben kam.

HB/dpa WASHINGTON. Die Formulierung deutet darauf hin, dass der Mann sich entweder das Leben nahm oder durch einen versehentlich gelösten Schuss starb.

Auch während der Kriegshandlungen im März und April waren im Irak 138 Soldaten ums Leben gekommen, davon 115 in Gefechten. Die Zahl der seit dem 1. Mai bei Anschlägen oder in Gefechten gefallenen US- Soldaten liegt bei 62. Die anderen Soldaten starben jeweils bei Unfällen und durch Krankheiten. Präsident George W. Bush hatte am 1. Mai an Bord des Flugzeugträgers „USS Abraham Lincoln“ das Ende der größeren Kampfhandlungen verkündet.

Verteidigungsminister Donald Rumsfeld wies unterdessen Forderungen nach einer Verstärkung der amerikanischen Truppenpräsenz im Irak zurück. Die derzeitige Zahl von 139 000 sei „angemessen“, sagte er auf einem Luftwaffenstützpunkt in San Antonio (Texas). Sollte der Oberbefehlshaber des Zentralkommandos, General John Abizaid, allerdings weitere Truppen anfordern, werde er dem nachkommen. Vielmehr habe Abizaid sich aber für eine stärkere Präsenz von Soldaten aus anderen Ländern ausgesprochen. „Daran arbeiten wir“, sagte Rumsfeld. Nach Pentagon-Angaben haben sich 30 Länder bereit erklärt, Truppen in den Irak zu entsenden.

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