Rund zwei Drittel der US-Rindfleischexporte von Einfuhrstopps betroffen
Erste BSE-Kuh in den USA aus Kanada

Die Herkunft der mit BSE infizierten Kuh in den USA ist geklärt: Sie stammt aus Kanada. Eine US-Delegation wirbt in Japan für eine Ende des Einfuhrstopps.

HB BERLIN. Die erste mit BSE infizierte Kuh in den USA stammte aus Kanada. Das Tier aus einer US-Rinderherde sei im Jahr 2001 mit weiteren 73 Tieren aus der westkanadischen Provinz Alberta in die USA eingeführt worden, sagte der Chefveterinär des US-Landwirtschaftsministeriums, Ron DeHaven, am Samstag.

Im Frühjahr war in Alberta ein BSE-Fall registriert worden. Die US-Behörden stellten eine Viehherde unter Quarantäne, in dem ein Kalb der infizierten Kuh lebt.

Die Holsteiner Kuh sei nach Angaben aus Kanada im April 1997 geboren worden, sagte DeHaven. Sie sei demnach sechseinhalb und nicht viereinhalb Jahre alt gewesen, als sie am 9. Dezember auf einem Hof im US-Bundesstaat Washington geschlachtet wurde. Zur Überprüfung, ob es sich tatsächlich um diese Kuh handle, werde ein DNA-Test gemacht. Das Ergebnis werde voraussichtlich in einer Woche bekannt sein.

Die weiteren Tiere, die 2001 eingeführt wurden, seien möglicherweise noch am Leben, sagte DeHaven. Es sei jedoch nicht gesagt, dass auch diese mit der Rinderseuche BSE infiziert seien. Normalerweise seien ein bis zwei Tiere einer Herde betroffen.

Nach dem Einfuhrverbot für US-Rindfleisch in Japan soll eine Delegation der US-Regierung zu Beratungen nach Tokio reisen. Die Abgesandten des US-Agrarministeriums sollen nach Angaben der Behörde die japanische Regierung beschwichtigen.

Japan ist neben Mexiko der wichtigste Exportmarkt für amerikanisches Rindfleisch. Die US-Botschaft in Tokio forderte die japanische Regierung auf, schnell wieder zum normalen Handel zurückzukehren.

Neben den drei Hauptabnehmern für US-Rindfleisch, Japan, Mexiko und Kanada, verhängten bis zum Wochenende rund 30 weitere Staaten einen Einfuhrstopp. Die USA führen rund zehn Prozent ihrer Rindfleischproduktion aus - von den Einfuhrstopps sind etwa zwei Drittel der Exporte betroffen.

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