Russische Notenbank
Höhere Leitzinsen sollen Inflation eindämmen

Angesichts der hohen Inflationsrate von 9,6 Prozent hat die russische Notenbank überraschend die Leitzinsen um einen viertel Prozentpunkt angehoben. Der Rubel stieg darauf auf den höchsten Stand seit Ende 2008.
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Moskau

Die russische Notenbank hat im Kampf gegen die hohe Inflation überraschend die Leitzinsen erhöht. In der Folge kletterte der Rubel am Freitag auf den höchsten Stand zum Dollar seit Ende 2008. Der Schlüsselzins für die Refinanzierung der Banken steige ab Anfang kommender Woche von 8,0 auf 8,25 Prozent und der Zins für Übernachteinlagen von 3,0 auf 3,25 Prozent, teilte die Bank mit. Auch zahlreiche andere Zinssätze erhöhten die Währungshüter um einen viertel Prozentpunkt. "Die Entscheidung wurde getroffen in Verbindung mit dem anhaltend hohen Niveau der Inflationserwartungen", erklärte die Notenbank.

Die Teuerung hatte sich zwar zuletzt etwas stabilisiert, liegt mit 9,6 Prozent aber noch über dem für Ende 2011 angepeilten Niveau von unter sieben Prozent. Die Erhöhung des Schlüsselzinses verdeutlicht die Sorge der Notenbank vor der Inflation und ihren Willen, dagegen vorzugehen, auch wenn das eine stärkere Währung zur Folge hat. Der Rubel erreichte nach der Zinsentscheidung ein zweieinhalb Jahreshoch zum Dollar. "Alles ist auf den Kampf gegen die Inflation ausgerichtet. Das ist die Hauptaufgabe", sagte Olga Sterina, Analystin bei UralSib. Die Notenbank habe sich für ein präventives Vorgehen entschieden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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