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Russische Präsidentenwahl: Ein Ring um Moskau gegen Putin

Anhänger und Kritiker Putins wollen kurz vor den Präsidentschaftswahlen wieder ihre Lager mobilisieren. Der Kandidat selbst erscheint derweil nicht einmal bei TV-Debatten.

Regierungschef Putin darf kurz vor den Präsidentschaftswahlen mit weiteren Demonstrationen rechnen. Quelle: dpa
Regierungschef Putin darf kurz vor den Präsidentschaftswahlen mit weiteren Demonstrationen rechnen. Quelle: dpa

MoskauKurz vor der russischen Präsidentenwahl am 4. März wollen Unterstützer und Gegner von Kandidat Wladimir Putin erneut Zehntausende Demonstranten auf die Straße bringen. Rund 200 000 Anhänger - und damit noch einmal deutlich mehr als zuletzt - sollen unter dem Motto „Zum Schutz des Vaterlandes“ am 23. Februar in Moskau Stimmung für den Regierungschef machen.

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Das sagte der Chef von Putins Wahlkampfstab, der prominente Regisseur Stanislaw Goworuchin, am Donnerstag nach Angaben der Agentur Interfax. Die Opposition kündigte für den 26. Februar eine Kundgebung an. Dann sollen mindestens 34 000 Putin-Gegner als Menschenkette einen „Ring um Moskau“ bilden.

„Wir versammeln uns ohne Plakate und Reden“, teilten die Organisatoren der Aktion „Für ehrliche Wahlen“ mit. „Wir werden uns an den Händen fassen und einen lebendigen Ring um das Moskauer Zentrum - und damit auch um den Kreml - bilden.“

Am vergangenen Wochenende hatten Unterstützer und Gegner von Putin bei zwei zeitgleichen Kundgebungen in Moskau Zehntausende mobilisiert. Gegner Putins kritisierten am Donnerstag, dass der Regierungschef sich im Gegensatz zu anderen Bewerbern an keiner TV-Debatte vor der Wahl beteilige.

Die vier anderen Kandidaten bemängelten, dass Putin nur Beauftragte zu den Diskussionen delegiere, vom Staatsfernsehen selbst aber seine Dauerpräsenz inszenieren lasse. Unterdessen kündigte Putin bei einem Treffen mit Unternehmern an, die stets als wirtschaftsfeindlich kritisierten zehntägigen Neujahrsferien künftig zu kürzen und einen Teil in den Mai zu verlegen.

Putin will sich zum dritten Mal ins Präsidentenamt wählen lassen, das er bereits von 2000 bis 2008 innehatte. Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow (80) forderte vor Studenten in Moskau erneut, Putin solle nach nun zwölf Jahren an der Macht abtreten. „Er hat viel Nützliches getan. Aber jetzt hat er sich überflüssig gemacht“, sagte der frühere Kremlchef.

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