Russischer Botschafter: Verhältnis hat sich gebessert: Russland und Nato: „Das Eis taut“

Russischer Botschafter: Verhältnis hat sich gebessert
Russland und Nato: „Das Eis taut“

Die Beziehungen zwischen Russland und der Nato befinden sich nach Angaben des russischen Botschafters Dmitri Rogosin auf dem Weg der Besserung. "Das Eis taut", sagte er in einem Radiointerview. Der ausgesetzte Nato-Russland-Rat habe informell seine Arbeit längst wieder aufgenommen.

HB MOSKAU. Das informelle Treffen des Nato-Russland-Rats am Montag bedeute praktisch eine Wiederaufnahme der Arbeit des Gremiums, sagte Rogosin gegenüber dem Rundfunksender Echo Moskau weiter. Wenn die Beratungen positiv verliefen, könnte im Frühjahr eine Konferenz der Außenminister folgen. Das Bündnis hatte im Spätsommer ein Treffen wegen des harten russischen Vorgehens im Krieg gegen Georgien abgesagt. Der Nato-Russland-Rat ist das wichtigste Forum der Zusammenarbeit beider Seiten.

Wie vor ihm schon Präsident Dmitri Medwedew äußerte auch Rogosin den Wunsch nach einem militärischen Erfolg der Allianz in Afghanistan. Wenn die Taliban und ihre Verbündeten Erfolg hätten, würden sie in den nächsten Jahren frühere Sowjetrepubliken wie Tadschikistan und Usbekistan ins Visier nehmen. "Wenn es schlecht läuft, müssen unsere Soldaten in etwa zehn Jahren gut bewaffnete und organisierte Islamisten in Kasachstan bekämpfen", sagte Rogosin. Die Sowjetunion hatte zehn Jahre lang Krieg in Afghanistan geführt.

Medwedew hatte am Freitag die Entscheidung des neuen US-Präsidenten Barack Obama begrüßt, die Afghanistan-Politik einer Revision zu unterziehen. Russland sei zur Zusammenarbeit mit dem Bündnis bereit und könnte Nato-Truppen auch Nachschubwege eröffnen. Derzeit wird der Großteil des Nachschubs über Pakistan abgewickelt, was jedoch kein sicherer Weg ist. Die Hälfte der Liegerungen werde von den Taliban gestohlen oder zerstört, sagte Rogosin.

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