Russischer Föderationsrat
Kreml-Kandidatin wird neue Vorsitzende

Das dritthöchste Amt in Russland hat eine neue Vorsitzende: Kreml-Kandidatin Valentina Matwijenko wird künftig den russischen Förderationsrat führen. Die Opposition bezeichnete die Abstimmung als „Farce“.
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MoskauDie St. Petersburger Ex-Gouverneurin Valentina Matwijenko (62) ist als Kreml-Kandidatin zur neuen Vorsitzenden des russischen Föderationsrats gewählt worden. Es handelt sich um das dritthöchste Amt im Riesenreich. Allerdings gilt der Posten als „Abstellgleis“ für die Vertraute von Regierungschef Wladimir Putin. Kritiker werfen ihr während ihrer Amtszeit in der zweitgrößten Stadt Russlands Vetternwirtschaft vor. Die Senatoren im Föderationsrat hätten Matwijenko mit 140 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung und ohne Gegenstimme gewählt. Das sagte ein Sprecher der oberen Parlamentskammer am Mittwoch nach Angaben der Agentur Interfax.

Die liberale Opposition bezeichnete die Abstimmung als „Farce“. Der Posten im russischen Oberhaus war frei, seit der Politiker Sergej Mironow nach wiederholter Kritik an Putin abtreten musste. Zum Nachfolger Matwijenkos in St. Petersburg war der Ex-KGB-Offizier Georgi Poltawtschenko ernannt worden - ein Vertrauter von Putin, der ebenfalls für den Geheimdienst gearbeitet hatte.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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