Russischer Oligarch Putin-Gegner Beresowski ist tot

Der russische Milliardär Boris Beresowski ist im britischen Exil tot aufgefunden worden. Der Oligarch galt als einer der schärfsten Kritiker von Russlands Präsident Putin. Beresowskis Anwalt spricht von Selbstmord.
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Beresowski (hier bei einer Pressekonferenz in London im Jahr 2007) galt als erbitterter Gegner von Präsident Putin. Quelle: dpa

Beresowski (hier bei einer Pressekonferenz in London im Jahr 2007) galt als erbitterter Gegner von Präsident Putin.

(Foto: dpa)

LondonDer russische Milliardär Boris Beresowski ist mit 67 Jahren im Exil in Großbritannien gestorben. Das gab ein Sprecher des prominenten Kritikers des russischen Präsidenten Wladimir Putin am Samstag in London bekannt. Während sich die britischen Behörden noch nicht zur Todesursache äußern wollten, sprach Beresowskis russischer Anwalt von Selbstmord.

Der Oligarch war während der Privatisierungen unter dem damaligen Präsidenten Boris Jelzin zu seinem Vermögen gekommen und galt unter Jelzin als graue Eminenz des Kreml, fiel aber nach dem Amtsantritt Putins in Ungnade.

„Ich habe aus London einen Anruf erhalten, in dem mir gesagt wurde, dass Beresowski sich umgebracht hat“, sagte Anwalt Dobrowinski am Samstag dem Sender Rossia 24, ohne zu erläutern, wer ihn aus London anrief. Beresowski sei zuletzt in einem „furchtbaren Zustand“ und „völlig überschuldet“ gewesen. Er habe seine Kunstschätze und andere Dinge verkaufen müssen. Bei Freunden habe er sich Geld für ein Flugticket leihen wollen. Auch ein Familienmitglied sprach laut britischen Medienberichten von einem möglichen Selbstmord.

Zunächst hatte der Sprecher Beresowskis in Großbritannien, Lord Tim Bell, den Tod Beresowskis bekanntgegeben. Der Oligarch sei demnach am Samstag in seinem Haus in Surrey im Süden Englands gestorben. Laut britischen Medienberichten wurde Beresowski in seinem Haus tot aufgefunden. Die britische Polizei erklärte, sie habe eine Untersuchung zu den Todesumständen eingeleitet. „Sein Tod wird derzeit als ungeklärt betrachtet und eine vollständige Untersuchung ist angelaufen“, teilte die Polizei mit. Die Leiche sei in Ascot westlich von London gefunden worden.

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20 Kommentare zu "Russischer Oligarch: Putin-Gegner Beresowski ist tot"

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  • Zitat : Putin-Gegner Beresowski ist tot

    Hat der "Lupenreine Demokrat " wieder mal mit seiner Image-Pflege begonnen ? Der Arm des KGB ist halt lang !

  • Der Begriff Oligarch ist in Russland gleich dem Begriff Ganove, Gauner, Dieb, Kriminelle usw. Bei keinem s.g. Oligarchen war Familien- bzw. altes Geld vorhanden und alle wurden über Nach reich dank Jelzins oder um genau zu sein Tschubeis Privatisierung, wobei jeder russischer Bürger ein Teil der staatlichen Eigentums haben sollte, nun wurden diese Belege bzw. Vouchers von solchen wie Berezowskij gegen Groschen abgekauft.

    Dann folgte, wie im wilden Kapitalismus, der darwinistische Kampf ums Überleben unter Oligarchen, mit allen Mitteln, Morde und Chantage inklusive. Berezowskij war einer der Überlebenden, da immer Schutz Jelzins Staates und Familie genoss und war selbst in Machtstrukturen tief verwurzelt. Von den Menschenrechtler Jelzins Zeit wurde er nicht anders als Puppen- oder Marionettenführer bezeichnet, da Jelzins Staatsapparat in Griff hatte. Als studierter Mathematiker und Manipulator auf dem Staatsniveau war er wirklich genial!

    Als stellvertretender Vorsitzende des Sicherheitsrates plante er verschiedene Schemen für Lösung des tchetchenischen Problems: von Unabhängigkeit bis Beschaffung der Vorwände zum Einmarsch der russischen Truppen und damit endgültige Problembeseitigung. Einer solcher Vorwände war die Explosion der Hochhäuser in Moskau in 1999, was er später öffentlich Putin vorwarf und wusste wovon er redete, schließlich hatte selber geplant.

    Nun sogar wenn Moskau die Hand in seinem Tod hat, war er nicht anderes als Geldflüchtling. Moskau hat ihn mit Hilfe der loyalen Oligarchen finanziell und familiär fast ruiniert. Er wollte aber gerne als politischer Opponent betrachtet werden und nahm sich bei Einbürgerung in Großbritannien den Name Platon Elenin mit Anspielung auf den anderen Revolutionär - LENIN, der auch mit Hilfe westlicher eigentlich deutscher Geheimdienste zurück nach Russland gebracht war, um dort Revolution oder wie man heute sagt Regimewechsel anzuzünden.

  • die amis hamn ihn fallen lassen,nachdem sie ihm zuvor noch allesn versprochen hatten.

    darüberhinaus bekam er nicht die versprochene belohnung für seine judasdienste

    die NGO sponsoren werden daraus lernen

  • Ich bin schockiert.
    Da stirbt ein Putin-Gegner und man schiebt es nicht Herrn Putin in die Schuhe ? Selbstmord ?
    Skandalös ! Das kann nicht sein ! Was ist mit der westlichen Presse los ? Haben die ein Formtief ?
    Es kann nicht sein, dass ein Politiker, der zum Frühstück kleine Kinder verspeist und Leute, die ihn nicht täglich anbeten, zu Gulasch verarbeiten lässt, da seine Finger nicht im Spiel hatte !
    Das schöne Monster-Zerrbild von Putin, das die westlichen Medien so mühevoll aufgebaut hatten, nimmt doch Schaden !
    Am Ende merkt noch jemand, was für ein smarter und brillianter Politiker Herr Putin ist ! Dass er so manchen unserer Polit-Dilettanten alt aussehen lässt.
    Der Westen braucht doch einen Buhmann, auf den man ablenken kann, wenn es bei uns drüber und drunter geht und das kapitalistische System mal wieder kurz vor dem Zusammenbruch steht. Mein Weltbild ist erschüttert.
    Nein, nein ! So geht's nicht !
    Putin ist böse und muss es bleiben !
    Hinweis: Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.

  • @VIP : Yes it seems so, the old KGB is still alive, back to the roots is mainstream now. but not only in Russia, Merkel ( with roots far east, she speaks perfect the russian language) is the new hidden front man ( sorry wife) togehter with lots of looser politicians who are backing her in the hope to appear in a better glance.

  • Habe ich nicht behauptet.

    Die Anführungszeichen um den 'lupenreinen Demokraten' sind offensichtlich Ihrer geschätzten Aufmerksamkeit entgangen.

    Das macht man, wenn man eine Phrase oder Bezeichnung zitiert ohne sich die darin erhaltene Bewertung zu eigen zu machen.

  • It just looks like the old Russia all over again. Nobody knows how or why Lenin died. Another trouble maker escaped to Mexico, they still managed to kill him there, followed by millions more at home. Too sad that democracy isn't understood by former KGB agents.

  • Rechner sagt:

    "Der "lupenreine Demokrat" hat einen schwarzen Gürtel in Judo, während Sie außer einer großen Schnauze absolut nichts zu bieten haben."

    ___________________________________________

    Und der schwarze Gürtel in Judo ansich befähigt Putin zur Demokratie-Expertise?

    Warum und wie?

  • Mal abwarten was Scotland Yard zu der Sache sagt - das wird allerdings ein paar Wochen dauern.

    Freunde Putins sind die Briten nicht - da wird kein Interesse an Vertuschung bestehen.

    Verdächtig ist die Angelegenheit, schließlich ist der russische Geheimdienst schon gelegentlich einschlägig in Großbritannien in Erscheinung getreten.

    Aber man sollte sich nicht zu voreiligen Schlußfolgerungen hinreißen lassen.

  • 'bjarki' sagt
    ----------------
    Sehr schade dass es nicht moeglich ist dem lupenreinen Demokraten persoenlich zu kondolieren, unter vier Augen ohne Zeugen.
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    Keine gute Idee.

    Der "lupenreine Demokrat" hat einen schwarzen Gürtel in Judo, während Sie außer einer großen Schnauze absolut nichts zu bieten haben.

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