Russischer Präsident besucht erstmals Juschtschenko
Putin betont in Kiew gute Beziehung zur Ukraine

Zum ersten Mal seit dem Machtwechsel in Kiew hat Russlands Präsident Putin seinen ukrainischen Amtskollegen Juschtschenko besucht. Beide bemühten sich um eine «Atmosphäre guten Willens».

HB BERLIN. Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Samstag zum ersten Mal den neuen Präsidenten der Ukraine, Viktor Juschtschenko, besucht. «Kalt haben Sie's hier», scherzte Putin bei der Ankunft im Schnee. Das anschließende Treffen hatte jedoch laut Beobachtern einen geradezu «warmen» Charakter: Beide hätten sich sichtlich bemüht, eine freundschaftliche Atmosphäre zu demonstrieren, sagte ein ARD-Reporter.

Putin betonte nach seiner Ankunft denn auch die Bedeutung gutnachbarschaftlicher Beziehungen. «Dieser Besuch ist sehr wichtig für mich», fügte er hinzu.

Nach dem Treffen mit Juschtschenko sagte der russische Präsident, beide wollten eine «starke, auf vollständigem Vertrauen basierende Beziehung» aufbauen. Das Gespräch mit Juschtschenko sei sehr konstruktiv gewesen und in einer «Atmosphäre des guten Willens» verlaufen.

Juschtschenko sagte, er wolle Putin zeigen, dass seine Regierung «verantwortungsbewusst und aufrichtig» sei. Seine Außenpolitik richte sich gegen niemanden, sagte er in Anspielung auf sein Vorhaben, die Ukraine in die EU zu bringen.

«Russland ist unser ewiger Nachbar, den wir als Freund und strategischen Partner sehen.» Als weiteres Anzeichen der Annäherung lud Juschtschenko Putin zum Abendessen in seine Privatwohnung.

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