Russland-Affäre Bannon düpiert den Geheimdienstausschuss

Steve Bannon galt bis zu seinem Rauswurf aus dem Weißen Haus als Strippenzieher der Trump-Regierung. Der Geheimdienstausschuss des US-Kongresses erhoffte sich nun Antworten zu dessen Arbeit – und wurde enttäuscht.
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Trumps ehemaliger Berater gab vor dem Geheimdienstausschuss des US-Kongresses keine Auskünfte zu seiner Arbeit im Weißen Haus. Quelle: AP
Steve Bannon

Trumps ehemaliger Berater gab vor dem Geheimdienstausschuss des US-Kongresses keine Auskünfte zu seiner Arbeit im Weißen Haus.

(Foto: AP)

WashingtonDer ehemalige Trump-Berater Steve Bannon hat sich bei einer Befragung durch einen US-Parlamentsausschuss geweigert, Antworten zu seiner Arbeit im Weißen Haus zu geben. Bannon habe am Dienstag (Ortszeit) zudem keine Fragen zu seinen Tätigkeiten während der Übergangszeit der Präsidentschaft von Donald Trump beantworten wollen, sagte der Sprecher des Vorsitzenden des Geheimdienstausschusses Devin Nunes, Jack Langer, der Nachrichtenagentur AP.

Nunes habe Bannon deshalb eine Anordnung von Strafmaßnahmen ausgestellt, falls dieser die gestellten Fragen nicht beantworte. Es war zunächst nicht klar, ob Bannon sich an dem Tag noch äußerte. Das Treffen fand hinter verschlossenen Türen statt.

Der Top-Demokrat des Gremiums, Adam Schiff, warf dem Weißen Haus vor, Bannon einen Maulkorb verpasst zu haben. Es sei das erste Mal gewesen, dass Republikaner in dem Ausschuss eine Strafandrohung ausgeben mussten, weil sich ein Zeuge geweigert habe, Fragen zu beantworten. Der Geheimdienstausschuss plane, Bannon ein zweites Mal zu hören, so Schiff.

Bei einer Befragung Bannons wollte der Ausschuss außerdem mehr über die Überlegungen des Präsidenten bei der Entlassung des FBI-Direktors James Comey herausfinden. Dies berichtete eine Person, die mit der Befragung mit der Sache vertraut war.

Bannon sollte auch zu anderen Handlungen Trumps befragt werden, die das Interesse der parlamentarischen Ermittler geweckt haben, die Verbindungen zwischen Trumps Wahlkampfhelfern und russischen Agenten untersuchen, sagte die Gewährsperson.

Diese Kernfragen betreffen direkt die Ermittlungen des Sonderermittlers Robert Mueller, der beauftragt ist, herauszufinden, ob es zwischen Trumps Wahlkampfhelfern und Russland Geheimabsprachen gab und ob der Präsident die Justiz behinderte, indem er Comey entließ oder andere Handlungen unternahm, um Ermittler zu hindern.

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