Russland-Affäre
Clinton beschuldigt Trumps Wahlkampfteam

Hillary Clinton wirft Donald Trumps Wahlkampfteam Kontakte und Komplizenschaft zu Russland vor. Der amerikanische Präsident reagiert auf die Vorwürfe mit Gegenangriffen und bezeichnet Clinton als „betrügerisch“.
  • 1

Rancho Palos VerdesDie unterlegene US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat das Wahlkampfteam von Präsident Donald Trump der Komplizenschaft mit Russland beschuldigt, um ihren Wahlsieg zu verhindern. Sie glaube, das Team von Trump habe Russland bei seiner Propagandakampagne gegen sie angeleitet, sagte Clinton am Mittwoch bei einer Veranstaltung nahe Los Angeles. Die russische Regierung habe beabsichtigt, über soziale Medien Desinformationen gegen sie zu verbreiten, sagte Clinton. Moskau habe aber nicht wissen können, wie es am wirksamsten vorgehen habe können, außer die russische Seite sei angeleitet worden. „Angeleitet von Amerikanern, die Umfragen und Daten besitzen“, sagte Clinton. Auf die Nachfrage einer Journalistin, ob sie damit Trump meine, sagte die demokratische Politikerin: „Ja, es fällt wirklich schwer, das nicht zu tun.“

Trump reagierte über den Kurznachrichtendienst Twitter empört: „Die betrügerische Hillary Clinton“ beschuldige nun jeden, außer sich selbst und weigere sich einzugestehen, dass sie eine schreckliche Kandidatin gewesen sei, schrieb Trump.

Es sind die bisher schwerwiegendsten direkten Beschuldigungen Clintons gegen ihren Rivalen. Auch US-Geheimdienste gehen davon aus, dass Russland versucht hat, die Präsidentenwahl im vergangenen Jahr zugunsten Trumps zu beeinflussen. Inwieweit es Verbindungen zwischen dem Trump-Lager und Russland gegeben hat, untersuchen derzeit zahlreiche Gremien, unter anderem Ausschüsse im US-Kongress und die Bundespolizei FBI.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Russland-Affäre: Clinton beschuldigt Trumps Wahlkampfteam"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Ziemlich plumper Konter von Trump. Eigentlich gar keiner. Alle Indizien sprechen ja für Hillarys Anschuldigungen. Wo bitte hat denn Hillary "betrogen", wenn Trump dies immer wieder schreibt?

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%