Russland-Affäre Treffen von Trump Jr. gewinnt an Wichtigkeit

Nach einer Anhörung im Zuge der Russland-Ermittlungen rückt das Treffen des ältesten Sohnes von US-Präsident Trump und einer russischen Anwältin während des Wahlkampfs stärker in den Fokus der Behörden.
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Trump Jr. erhoffte sich von dem Treffen mit der Anwältin belastende Informationen der russischen Regierung über Hillary Clinton. Quelle: AFP
Donald Trump und sein Sohn

Trump Jr. erhoffte sich von dem Treffen mit der Anwältin belastende Informationen der russischen Regierung über Hillary Clinton.

(Foto: AFP)

WashingtonEin Treffen des ältesten Sohnes von US-Präsident Donald Trump mit einer russischen Anwältin im vergangenen Jahr hat im Zuge der Ermittlungen zur Russland-Affäre offenbar an Wichtigkeit gewonnen. Darauf lässt die Anhörung eines russisch-amerikanischen Lobbyisten vor der sogenannten Grand Jury des FBI-Sonderermittlers Robert Mueller schließen, wie die Nachrichtenagentur AP am Mittwoch erfuhr. Wie eine Gewährsperson erklärte, sagte Rinat Achmetschin in den vergangenen Wochen vor dem Gremium aus.

Die Offenlegung ist der bisher deutlichste Hinweis darauf, dass Mueller und sein Team das Treffen im Sommer 2016 als relevanten Grund zur Besorgnis – und als Teil ihrer breiter angelegten Ermittlungen in der Russland-Affäre sehen.

An dem Treffen hatten neben Donald Trump Jr. und dem Schwiegersohn des Präsidenten, Jared Kushner, unter anderem die russische Anwältin Natalia Weselnizkaja sowie Achmetschin teilgenommen. Trump Jr. erhoffte sich von der Zusammenkunft belastende Informationen der russischen Regierung über Hillary Clinton, der damaligen Gegenkandidatin seines Vaters im Wahlkampf. Trump Jr. beteuerte, bei der Sache sei nichts herausgekommen.

In einem Interview mit der AP hatte Achmetschin selbst die Zusammenkunft als „nicht substanziell“ bezeichnet. Im vergangenen Monat sagte er, Trump Jr. habe Weselnizkaja nach Beweisen für illegale Geldflüsse an die nationale Organisation von Clintons Demokratischer Partei gefragt. Als die Anwältin geantwortet habe, solche Informationen nicht zu besitzen, habe der Präsidentensohn das Interesse an dem Gespräch verloren.

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2 Kommentare zu "Russland-Affäre: Treffen von Trump Jr. gewinnt an Wichtigkeit"

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  • Ich bin der Meinung, dass Herr Mueller in der Russlandangelegenheit sehr korrekt arbeitet. Für ihn ist es wichtig in diesem Zusammenhang auch unbedeutendere Dinge genau unter die Lupe zu nehmen. Dabei können unerwartet oft interessante Dinge zutage kommen. Ich finde es schon wichtig, dass aufgrund der Ermittlungen bekannt geworden ist, dass sich Trump jr. und Herr Kushner mit dieser Anwältin getroffen haben. Zweck dieses Treffens war doch Negatives über Frau Clinton in Erfahrung zu bringen, ihr zu schaden und damit Opa Trump zum Wahlsieg zu verhelfen. Hat ja auch gut geklappt. Ich glaube, ALLES was mit Trump und Russland zusamenhängt ist wichtig und bin mir ganz sicher, Herr Mueller wird etwas finden. Ob es allerdings reichen wird Trump aus dem Weissen Haus zu verjagen, steht auf einem anderen Blatt.

  • Ich sehe leider keinen einzigen Hinweis darauf, dass das Treffen an Wichtigkeit gewinnt. Mueller fischt im Trüben und muss die Befragung immer weiter ausweiten, weil sie einfach nichts erbringt. An Wichtigkeit würde sie nur gewinnen, wenn man etwas gefunden hätte. HAT MAN ABER NICHT!

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