Russland
Das ist Putins neuer Chef-Gardist

Der Putin-Vertraute Viktor Solotow soll die neue russische Nationalgarde führen. Der einstige KGB-Mitarbeiter war früher Leibwächter von Russlands Präsidenten – und er ist mit einem weiteren mächtigen Mann befreundet.
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MoskauIn Russland entsteht eine neuer Sicherheitsapparat: Präsident Wladimir Putin hat die Gründung einer Nationalgarde angekündigt. Leiter der künftigen Elite-Truppe wird sein Ex-Leibwächter Viktor Solotow, der Mann also, der Putin jahrelang körperlich am nächsten stand. Interessant ist, dass Solotow zugleich als Bindeglied im Kreml zum tschetschenischen Machthaber Ramsan Kadyrow gilt, den Oppositionsführer Ilja Jaschin als „Bedrohung der nationalen Sicherheit“ Russlands bezeichnet hat.

Die Nationalgarde solle „Terrorismus und organisierte Kriminalität“ bekämpfen und die öffentliche Ordnung sicherstellen, sagte Putin bei einem Treffen mit Innenminister Wladimir Kolokolzew und anderen Vertretern der Sicherheitsbehörden.

Für Aufsehen sorgte in Russland die Meldung, dass Beamte der Nationalgarde im Notfall ohne Vorwarnung schießen dürfen. Außerdem soll es den Streitkräften erlaubt sein, physische Gewalt anzuwenden, um illegale Demonstrationen aufzulösen. Mehrere politische Beobachter werten die Gründung der Nationalgarde als zusätzliche Absicherung des Kremls vor den bevorstehenden Parlamentswahlen im Herbst. Vor fünf Jahren, nach der Duma-Wahl 2011, war es in Russland zu massiven Protesten gekommen. Die Opposition sprach von grober Wahlfälschung, nachdem die Kremlpartei „Einiges Russland“ sich nur knapp die Mehrheit der Stimmen im Parlament sichern konnte.

Wer ist also dieser Viktor Solotow, von dem im Westen so gut wie nichts bekannt ist? Solotow stammt wie Putin aus den Reihen des Geheimdienstes KGB. Der 62-Jährige, im Gebiet Rjasan unweit von Moskau geborene General, fand nach dem obligatorischen Wehrdienst zum KGB. Seit den 1970er-Jahren arbeitete er dort in der so genannten 9. Verwaltung, die für den Personenschutz hochrangiger Partei- und Staatsfunktionäre verantwortlich ist. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion fand er in St. Petersburg eine neue Anstellung als Leibwächter von Bürgermeister Anatoli Sobtschak – und dessen Stellvertreter Wladimir Putin.

Als letzterer dann in Moskau Karriere machte, nahm er Solotow in den Kreml mit. Als „Schatten“ Putins bezeichnen ihn einige Medien daher auch. Von 2000 bis 2013 leitete er den Sicherheitsdienst Putins, sowohl während dessen Präsidentenzeit, als auch während seines vierjährigen Intermezzos als Premier. Diese Rochade verdeutlicht, dass Solotow mehr als ein Präsidentenleibwächter war. Er war der persönliche Leibwächter Putins.

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Solotow hat von der Nähe zu Putin profitiert

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  • So eine Leibgarde wird Merkel auch bald brauchen ... das Ende naht.

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