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09.07.2008 
US-Raketenschild in Osteuropa

Russland droht mit „militärischer Reaktion“

Russland will ein US-Raketenschild in Osteuropa unbedingt verhindern - und greift nun zu noch schärferer Rhetorik. Moskau droht mit einer militärischen Reaktion, sollten die Pläne nicht geändert werden. Doch die Amerikaner zeigen sich unbeeindruckt.

Der Kreml will ein US-Raketenschild in Osteuropa unbedingt verhindern. Foto: apLupe

Der Kreml will ein US-Raketenschild in Osteuropa unbedingt verhindern. Foto: ap

HB WASHINGTON. Die USA haben Russlands Drohung, auf den Aufbau des umstrittenen Raketenschildes in Osteuropa mit militärischen Mitteln zu reagieren, als "kriegerische Rhetorik" verurteilt. Vermutlich wolle das Land damit die amerikanischen Partner in Europa nervös machen, sagte ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums. Dies werde aber nicht funktionieren.

Der Sprecher fügte an, das Abwehrsystem stelle keine Gefahr für Russland dar. Die US-Regierung hoffe, dass Russland seine Position noch einmal überdenke.

Die USA suchten eine "strategische Zusammenarbeit" mit Russland, um Freunde und Allierte vor der Raketenbedrohung von "Schurkenstaaten wie dem Iran" zu schützen", sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, Gordon Johndroe. Wir möchten ein System schaffen, bei dem die USA, Europa und Russland als gleiche Partner teilhaben."

Bei dem Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Dimitri Medwedjew und Präsident George W. Bush am Montag kurz vor dem Beginn des G8-Gipfeltreffens habe Medwedjew zwar seine Bedenken gegen das US-Raketensystem deutlich gemacht, aber in keiner Weise von einer militärischen Reaktion gesprochen, sagte Perino. Manche in Russland empfänden zwar das Abwehrsystem als Bedrohung. Das sei aber in keiner Weise der Fall, das System richte sich allein gegen Staaten wie den Iran. Die USA wollten eng und partnerschaftliche mit Russland zusammenarbeiten.

Die USA geben an, mit dem Schutzschirm Raketenangriffe aus Ländern wie dem Iran abwehren zu wollen. In Tschechien soll dazu beispielsweise eine Radarstation aufgebaut werden, die entsprechenden Verträge wurden am Dienstag unterzeichnet. Wenig später erklärte das Außenministerium in Moskau: Wenn "vor unseren Grenzen eine US-Raketenabwehr aufgebaut wird, so werden wir nicht mit diplomatischen, sondern mit militärisch-technischen Methoden reagieren." In der Vergangenheit hatte der Kreml konkret gedroht, die Standorte für eine Raketenabwehr in Mitteleuropa ins Visier eigener Raketen zu nehmen.

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