Russland: Ermordeter Menschenrechtsanwalt beigesetzt

Russland
Ermordeter Menschenrechtsanwalt beigesetzt

Der ermordete russische Menschenrechtsanwalt Stanislaw Markelow ist am Freitag beigesetzt worden. Er wurde auf dem Ostankino-Friedhof im Norden Moskaus beerdigt. Markelow war am Montag auf offener Straße erschossen worden.

HB MOSKAU. Auch eine Journalistin erlitt bei dem Anschlag tödliche Verletzungen. Anastasia Baburowa wurde ebenfalls am Freitag beigesetzt. Markelow hatte unter anderem die ermordete regierungskritische Journalistin Anna Politkowskaja vertreten und wollte gegen die vorzeitige Freilassung eines Obersts vorgehen, der wegen Mordes an einer Tschetschenin in Haft saß.

Der Oberst war 2003 zu zehn Jahren Haft verurteilt worden, weil er die 18-Jährige im Jahr 2000 getötet hatte. Sein Fall gilt bei Menschenrechtlern als Test dafür, wie die russischen Behörden mit dem Vorwurf von Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien umgehen.

Die US-Botschaft in Moskau äußerte sich am Freitag „traurig und empört“ über die Morde. Die USA hofften, dass die Verantwortlichen gefasst und bestraft würden und dass die lange Serie ungelöster Morde an Journalisten ein Ende finde, hieß es in einer Erklärung der Botschaft.

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