Russland feiert den 9.Mai Widersprüche zum Tag des Sieges

Russland feiert den 70. Jahrestag des Sieges über Hitler-Deutschland. Doch statt den Versuch zu unternehmen, zu einen, spaltet Kremlchef Putin weiter und sendet martialische Signale. Am Sonntag kommt Merkel nach Moskau.
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16.000 Soldaten, 194 Panzer, Geschütze und Militärfahrzeuge sowie 143 Kampfjets und Hubschrauber waren an der Parade beteiligt. Quelle: dpa
70. Jahrestag des Kriegsendes

16.000 Soldaten, 194 Panzer, Geschütze und Militärfahrzeuge sowie 143 Kampfjets und Hubschrauber waren an der Parade beteiligt.

(Foto: dpa)

MoskauMit sehr widersprüchlichen Signalen hat Russland den 70. Jahrestag des Kriegsendes begangen. Inmitten seines Volkes marschierte Russlands Präsident Wladimir Putin zum Roten Platz mit einem Fotos seines Vaters Wladimir in Uniform im Arm – wie Zehntausende Russen im ganzen Land als „Unsterbliches Regiment“. Mit dieser Aktion und den Fotos von Gefallenen und Kämpfern will der Kreml das Andenken wieder in die Herzen des Volkes bringen. Zuletzt hatten laut einer Umfrage des renommierten Lewada-Zentrums nur noch 18 Prozent den 9. Mai als persönlichen Feiertag wahrgenommen.

Nun soll der Tag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg, wie die Russen den Zweiten Weltkrieg nennen, wieder zum zentralen Feiertag werden – und Einigkeit zwischen Volk und Führung demonstrieren sowie eine deutliche Militarisierung betreiben. „Es ist ein Feiertag, der Junge und Alte, wie meine Mutter, die die Blockade in meiner Heimatstadt Leningrad überlebte, vereint“, pflichtete German Gref bei, Chef der Sberbank, des mit westlichen Sanktionen belegten größten Geldhauses ganz Osteuropas.

Und so hielt der Kreml allein in Moskau mit 16.000 Soldaten, 194 Panzern, Geschützen und Militärfahrzeugen sowie 143 Kampfjets und Hubschraubern die größte Militärschau in der Geschichte des Landes ab. Bei 18 weiteren Paraden in anderen Städten – wie auch dem okkupierten Sewastopol auf der Halbinsel Krim – marschierten insgesamt 85.000 Soldaten. Kremlchef Putin ließ seinem Volk dabei eine neue Waffengeneration präsentieren.

Wie die 22 Meter lange, mit Mehrfach-Atomsprengköpfen zu bestückende neue Interkontinentalrakete RS-24 und Russlands neuem Panzer T-14 Armata, der elektronisch ferngesteuert Ziele am Boden und in der Luft angreifen sowie vollautomatisch munitioniert werden kann. Als „Wunderpanzer“ lobte die Moskauer Presse den Tank und das Staatsfernsehen, das „die grandiose Siegesparade“ gleich auf mehreren Kanälen live übertrug, frohlockte: „Solche Waffen hat sonst niemand auf der Welt.“

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1 Kommentar zu "Russland feiert den 9.Mai: Widersprüche zum Tag des Sieges"

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  • Sehr geehrtes HB,

    Ihre geschilderten Widersprüche sind eine Schande!

    Statt nüchtern zum Thema zu berichten erlauben Sie sich alle NICHT relevanten Punkte der jüngsten Vergangenheit hier aufzuzählen. Der Anlass ist ein wahrlich Anderer und sollte nicht propagandistisch ausgenutzt werden. Russland = Putin bietet scheinbar zu wenig Angriffsfläche, dass das HB sich solche Möglichkeiten suchen muss.

    Übrigens haben an der Siegesfeier fast all die Länder teilgenommen, die ihren Mainstream nicht annehmen und das Gute vom Bösen trennen können/wollen ohne sich in Brüssel (indirekt) das "Richtige und Falsche" vorgaukeln zu lassen.
    Und das ist gut so!

    Sie verbreiten Ängste und Unsicherheiten, welche nicht belegt sind und zu so einem Anlass genau falsch vom Timing, schade.

    Schlechte Arbeit, Herr Brüggmann.

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