Russland hätte Garantien übernommen
Russische Regierung kritisiert UN-Tribunal

Das russische Außenministerium hat nach dem Tod des als Kriegsverbrecher angeklagten Slobodan Milosevic indirekt Kritik an den Richtern des UN-Tribunals in Den Haag geübt.

HB MOSKAU. „Wir bedauern, dass ungeachtet unserer Garantien das Tribunal Milosevic die Möglichkeit einer ärztlichen Behandlung in Russland untersagt hatte“, teilte das Außenministerium am Samstag in Moskau mit.

Der frühere jugoslawische Präsident hatte vor seinem Tod wiederholt über Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme geklagt. Das UN-Kriegsverbrechertribunal verweigerte ihm am 24. Februar eine vorübergehende Entlassung aus dem Gefängnis, um sich in Moskau behandeln zu lassen. Zur Begründung sagten die Richter, sie seien nicht überzeugt davon, dass Milosevic zur Fortsetzung seines Völkermord-Prozesses nach Den Haag zurückkehren würde. Milosevics Bruder Borislav lebt in Moskau, wo er Ende der 1990er Jahre als jugoslawischer Botschafter gearbeitet hatte. Auch die mit internationalem Haftbefehl gesuchte Ehefrau des verstorbenen Ex-Präsidenten, Mirjana Markovic, sowie dessen Sohn Marko sollen sich nach russischen Medienberichten im Land aufhalten.

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