Russland: Moskau stützt Konjunktur mit 30 Milliarden Euro

Russland
Moskau stützt Konjunktur mit 30 Milliarden Euro

Russland sagt der Wirtschaftskrise den Kampf an: Nun will die Regierung rund 30 Milliarden Euro in die Wirtschaft pumpen. Auch die staatliche Förderbank VEB soll Milliarden erhalten. Russland droht eine tiefe Rezession.
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MoskauRussland schnürt im Kampf gegen die Wirtschaftskrise ein Konjunkturpaket von umgerechnet mindestens 30 Milliarden Euro. Größte Maßnahme ist die bessere Ausstattung von Banken mit Kapital durch die Ausgabe von Staatsanleihen, erklärte die Regierung am Mittwoch in Moskau zu ihren Plänen.

Die staatliche Förderbank VEB soll zudem rund vier Milliarden Euro erhalten, um die Kreditvergabe an die Unternehmen anzuschieben. Daneben sollen Staatsgarantien für Investitionsprojekte aufgestockt werden. Auch eine Bad Bank für problematische Geschäftsbereiche von Kreditinstituten ist vorgesehen.

Finanziert werden soll das Programm zum einen durch den staatlichen Vermögensfonds. Der ist mit umgerechnet gut 70 Milliarden Euro ausgestattet. Zum anderen sollen Einsparungen neuen Spielraum für Investitionen schaffen. Auch könne die Regierung auf Haushaltsreserven zurückgreifen, hatte Finanzminister Anton Siluanow zuletzt signalisiert.

Westliche Sanktionen wegen der Ukraine-Krise und der Verfall des Ölpreises treffen das lange Zeit aufstrebende Schwellenland hart. Der Internationale Währungsfonds geht davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um drei Prozent schrumpfen wird. 2016 soll es um ein Prozent nach unten gehen.

Ratingagenturen hatten die Bonitätsnote Russlands in dieser Woche auf Ramsch-Niveau gesenkt. Russische Staatsanleihen werden damit als riskante Anlage angesehen und nicht mehr als solides Investment.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Russland: Moskau stützt Konjunktur mit 30 Milliarden Euro"

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  • Herr Manfred Zimmer schreibt :

    Wenn sich Putin etwas vorhalten lassen muss, dann ist es Gerhard Schröder als Berater engagiert zu haben. Eine Stütze, wie wir sehen.

    Die Frage ist nur für wen?

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    Seit der Finanzkrise und dem treffen mit den Russen auf Zypern...

    ist längst an Russland die desaströse Finanzlage Europas bekannt.

    Und der Russe hätte auch einen Tunnel mit eine brücke darüber und nebenan sogar weitere Öl-Pipelines und gas-Pipelines bauen können zwischen Russland und der KRIM...

    aber dieses kostet an Russland zuviel zeit.

    Also ist einen krieg das Mittel dass noch mehr Territorium einbringt und dazu die Nato fern hält.






  • Westliche Sanktionen wegen der Ukraine-Krise und der Verfall des Ölpreises treffen das lange Zeit aufstrebende Schwellenland hart.

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    Russland geht es schlecht wegen dem zu billigen Ölpreis.

    Die " EU " erhofft sich einen Aufschwung durch den billigeren Ölpreis ??????????????????????????????????

    Schon vor März 2015 wird der Ölpreis

    bei mindestens 70 US-Dollar liegen...

    dann ist der EU-Aufschwung dahin...

    (EU-POLITIKER haben wieder eine Ausrede für Ihren VERSAGEN )

    und Russland hat mehr Einnahmen.

    Wie geht es dann weiter ???

    Russland nimmt die ganze Ukraine !








  • Wenn sich Putin etwas vorhalten lassen muss, dann ist es Gerhard Schröder als Berater engagiert zu haben. Eine Stütze, wie wir sehen.

    Die Frage ist nur für wen?

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