Russland Putin flirtet mit den Rechten

Was haben „Goldene Morgenröte“, „FPÖ“ und „Front National“ gemein? Dass der Kremlchef ein Auge auf die rechten Parteien in Europa geworfen hat. Er muss, denn Waldimir Putin sucht Verbündete. Mit einem bestimmten Ziel.
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Zum Knuddeln: Mit dem Koala wirkt Wladimir Putin ganz verspielt. Doch das gilt nicht für seine Außenpolitik. Da ist er alles andere als auf Kuschelkurs. Quelle: dpa

Zum Knuddeln: Mit dem Koala wirkt Wladimir Putin ganz verspielt. Doch das gilt nicht für seine Außenpolitik. Da ist er alles andere als auf Kuschelkurs.

(Foto: dpa)

Düsseldorf„Ich bin fest überzeugt, dass Russland gegen das Völkerrecht in keiner Weise verstoßen hat.“ Wladimir Putin kann überzeugend sein, wenn er von der Krim spricht. Er beteuert es immer wieder, in jeder seiner Ansprachen, unnachgiebig, angriffslustig: „Natürlich wird es niemand schaffen, uns einzuschüchtern, uns Einhalt zu gebieten oder Russland zu isolieren“, sagt er. Doch weil er sich als Hardliner gibt, sorgt genau das dafür, dass Putin sich nun neue Freunde suchen muss.

Gerade erst hat Russland der rechtsradikalen französischen Partei Front National und ihrer Chefin Marine Le Pen einen Kredit zur Parteifinanzierung in Millionenhöhe gewährt. Angeblich handelt es sich um neun Millionen, diese Summe hat Le Pen bestätigt. Doch Gerüchte gingen um, nach denen es sich um weit mehr Geld handeln soll. Bis zu 40 Millionen.

Während Frankreich den Kredit verweigert, ist Russland da nicht zimperlich. Kremlchef Putin flirtet mit den rechten Parteien in Europa. Aus verschiedenen Gründen: „Die Vergabe des Kredits an Front National ist der Versuch Putins, eine ausländische Partei zu kaufen“, sagt Historiker Heinrich August Winkler. Er instrumentalisiere die radikale französische Rechte. Winkler glaubt, dass das Werben um die Rechten in Europa für Putin nur Mittel zum Zweck sei. Dass er politisch ihre Meinung vertritt, sei eher unwahrscheinlich. „Er denkt in traditionellen Großmachtkategorien. Es ist eine Machtfrage für Putin, die Anti-EU-Parteien zu fördern.“

Denn das ist es, was er verfolgt: die Spaltung Europas. Weil die Strategie bisher nicht funktionierte, ist das nun der neue Weg, den der Kremlchef einschlägt. Das glaubt auch Magarete Klein von der Stiftung Wissenschaft und Politik: „Er will sich mit seiner konservativen Ideologie vom liberalen Westen abgrenzen und hofft, Europa innerlich zu spalten“, sagt die Russlandexpertin. „Putin hatte gehofft, dass Deutschland in der Krise deutlich stärker auf bilaterale Lösungsversuche setzen würde.“

„Es ist brandgefährlich“
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26 Kommentare zu "Russland: Putin flirtet mit den Rechten"

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  • @Herr Volker Kauder

    Sie schreiben viel dubioses Zeug, weil Sie das Meiste nicht verstanden haben und dann sind Sie entsetzt - irgendwie logisch und leicht nachvollziehbar.

    Passt auch in die Politik der CDSU.

  • Sie machen Ihrem Namensvetter alle Ehre.
    Fehlt nur noch die ordentliche Portion Mutti- alternativlos- Huldigung. Dann ist alles absolut MSM konform.

  • @ Alfred Dingens

    Sehr geehrter Herr Dingens,
    schön, daß wir doch nicht so weit auseinander sind, wie es anfangs schien.

    Hier meine Antwort auf Ihre Meinung zur Adoptionsfrage.

    Es geht bei der Adoption von Kindern nicht darum, daß man für Eltern bzw. Paare Kinder vermittelt, sondern darum, daß man für Kinder die bestmögliche Konstellation findet. Also, man sucht Eltern für Kinder und nicht umgekehrt.

    Nun ist es für die seelische Entwicklung von Kindern ganz ohne Frage das Beste, wenn in ihrer Erziehung sowohl das weibliche als auch das männliche Geschlecht eine Rolle spielen. Es gibt nun mal eine Bipolarität der Geschlechter (Genderidiotie ist wirklich Idiotie). Diese Bipolarität den Kindern vorzuenthalten, bedeutet, sie nicht in die ganze Fülle des Menschseins einzuweisen.

  • Leider treibt die dt. Linke uns - die Konservativen - in die Hände Putins. Ich kenne Russland und Putin bietet keine Alternative! Aber wenn im dt. "legitimen" polit. Spektrum kein Platz mehr für uns ist... Denkt mal drüber nach Linke!

  • Der Begriff "Lügenpresse" steht symbolhaft für die seit Jahrzehnten beobachtete tendenziöse Berichterstattung zum Zwecke der Propaganda. Herr Göbbels wäre neidisch auf die vielfälltigen Möglichkeiten von heute.

    Die Tragik ist nur, dass die Menschen von heute genauso bereitwillig sind wie damals, diese Art der Verzerrungen zu konsumieren und sich mobilisieren zu lassen.

    Ich kann daher in der gebotenen Kürze nur mit dem Ausdruck des Bedauerns, Ihnen das Synonym "Lügenpresse" als Grund für Ihre erkennbar manipulierte Einstellung anbieten.

    Die Lebenserfahrung wird Ihnen noch aufzeigen, sofern Sie sich dem Otto-Normalbürgertum zuordnen, dass Sie im Laufe Ihres Lebens zu anderen Überzeugungen kommen werden.

    Es waren die bereitwillig konsumierten Lügen, die den heutigen Frust bzw. Ärger erzeugten!

  • @Herr Dinges

    Ich gebe Ihnen weitgehend recht. Ideal ist selbstverständlich eine klassische Vater, Mutter, Kind/Kinder Beziehung.

    Homosxuelle Verbindungen mit Kindern werden eh eine vernachlässigbare Größe sein, da Schwule in den allermeisten Fällen an einer klassischen Famile mit Kindern kein Interesse haben.

    Verheiratete Paare ohne Kinder oder Kinderwunsch sind allerdings nicht selten, ich bin nicht der Meinung, dass hier besondere staatliche Unterstützung nicht notwendig ist, alleine aus dem Grund, weil die doch ziemlich beträchtlichen Kosten für die Erziehung von Kindern wegfällt und so Rücklagen für eine Altersabsicherung wesentlich leichter zu bewerkstelligen sind, als für Menschen mit Kindern.

    Förderung für Paare sollte dann einsetzten wenn Kinder geboren werden, meinetwegen auch rückwirkend "Ehegattensplitting" für die Zeit ohne Kinder.

    In meiner Bekanntschaft sind einige Paare, die lange unverheiratet zusammen lebten ohne Kinder und ohne Kinderwunsch, die dann nur aufgrund steuerlicher Vorteile schließlich heirateten, sog. Steuerehen.

    Also Kinder sollen und müssen gefördert werden und Erwachsene insofern sie Kinder erziehen und großziehen.

  • Das finde ich sehr freundlich von Ihnen, aber wo ist denn die Lüge in diesem Artikel?
    Das Zitat Putins im ersten Absatz? Nunja das verbreiten auch Kremelnahe Zeitungen.
    Die finanzielle Förderung Le Pens? Das hat Sie doch selbst bestätigt.
    Oder meinten Sie etwa die Zitate von Herrn Winkler und Frau Klein? Nun das kann ich tatsächlich weder widerlegen noch bestätigen. Doch denke ich würden die Herrschaften sich schon zu melden wissen wenn Sie hier falsch wiedergegeben worden.
    Aber vielleicht meinten Sie auch den Wahlerfolg der Front National und Ihrer Schwesternparteien in ganz Europa. Vielleicht aber auch Verständnis in der Deutschen Öffentlichkeit und Teilen der Politik für Russland? Das Verständnis für Russland wollen Sie doch bestimmt nicht abreden, oder? Und bei aller Liebe das Wahlergebnis der Europawahl ist nunmal tatsächlich so ausgefallen.
    Daher die Bitte, wo stehen denn jetzt hier die Lügen damit auch jemand wie ich diese endlich mal begreift und die "Lügenpresse" als solche entlarven kann.

  • @ Herr Falk
    Ich verwechsel da durchaus nichts. Mein Kommentar war eine Überspitzte Reaktion auf die Homophobie von Herrn Vogels.
    Meiner Auffassung nach (oder nach den Worten von Herrn Stoiber "meiner Ideologie") steht es jedem Menschen Frei sich seiner Hetero-, Homo-, oder Bisexualität offen zu bekennen und dieser (im angemessenem, zivilisiertem Rahmen) nachzugehen.

    @ Herrn Vogels zu Ihrem zweitem Kommentar
    Hier geben ich Ihnen ansatzweise Recht, denn auch ich denke der Staat sollte Kinderlose Ehen fördern. Vielleicht nicht ganz im Rahmen wie bei der Eheleuten oder Alleimnerziehende mit Kindern (denn hier hat Herr Falk absolut Recht, es geht um das wohlergehen der Kinder), aber doch soweit, dass es jungen Ehen finanziell auch gestattet Kinder auf die Welt zu setzen.
    Jedoch warum sollte denn eine Homosexuelle Frau keine Kinder gebähren? Wäre Sie denn tatsächlich eine schlechtere Mutter???
    Wäre der Homosexuelle Vater denn ein schlechterer Vater weil er ein (vielleicht ungewolltes) Kind adoptiert, statt es in einem Kinderheim versauern zu lassen?
    Ja ein Kind braucht Mutter UND Vater aber deshalb Homosexuellen Paaren das Kinder erziehen zu untersagen ist Mumpitz. Homosexualität gibt es wahrscheinlich genauso lange wie Hetrosexualität und die Menschheit existiert immernoch.

  • Guten Tag,
    ich bin entsetzt über soviel Engstirnigkeit und reaktionärere Ansichten hier im Forum
    von fast allen Schreibern, dass ich fast gewillt bin zu behaupten, die Leser des
    Online-Formstes wäre durchweg AFD-Wähler - die vermeintlich "intellektuelle"
    Variante der NPD. Die kruden Ansichten sind ein Graus und sähen sie sich mit
    staatlicher Gewalt ausgekleidet, wären sich Andersdenkende wohl ihrer Freiheit
    nicht sicher. Fast muss man Angst haben um soviel Rückwärtsgewandtheit und
    blinder Ideologie. Denn diese ist es letztlich, die Krisen schafft und Systeme
    errichten oder bekämpfen lässt.
    Ich bin entsetzt!
    Guten Tag

  • Sehr geehrter Herr Falk,

    meine Position ist die folgende:

    Was Erwachsene einvernehmlich miteiander tun, geht den Staat nichts an. Dies ist m.E. eine zutiefst liberale Position.

    Was allerdings den Staat interessiert, ist sein eigener Fortbestand. Wenn nun über Jahrzehnte hinweg keine oder zu wenig Kinder geboren werden, ist der Fortbestand des Staates gefährdet.

    Deshalb ist der Staat verpflichtet und berechtigt, die Ehe als eine Einrichtung, die strukturell offen für Kinder ist, zu fördern. Das gilt auch für (noch) kinderlose Ehen. Schließlich kann der Staat nicht überprüfen, warum diese oder jene Eheleute keine Kinder haben. Er muß vom Regelfall ausgehen und typisierdende Lösungen finden. Da die Ehe in der Regel von Natur aus und vom Willen der Eheleute für Kinder offen ist, muß er auch kinderlose Ehen fördern.

    Das alles gilt jedoch nicht für homosexuelle Verbindungen. Sie sind von Natur aus nicht in der Lage, Kinder zur Welt zu bringen. Deshalb verdienen sie keine staatliche Förderung.

    Wenn Homosexulle Kinder adoptieren, was ich für verwerflich halte, weil es den Kindern die Bipolarität der Geschlechter in der Erziehung vorenthält, ist das reine Trittbrettfahrerei. Kindergeld sollen sie kriegen, aber eine Förderung ihrer homosexuellen Verbindung als solcher steht ihnen nicht zu.

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