Russland
Putin will „Volksaufstand“ verhindern

Wladimir Putin will einen Volksaufstand wie in Russlands Nachbarländern mit allen Mitteln verhindern. Die Äußerungen Putins könnten ein Indiz dafür sein, dass sich die russische Bevölkerung gegen ihn stellt.
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MoskauDer russische Präsident Wladimir Putin will nach eigenen Worten einen Volksaufstand in Russland nach dem Muster von Umbrüchen in ehemaligen Sowjetrepubliken mit allen Mitteln verhindern. „Wir sehen, zu welchen tragischen Konsequenzen die Welle sogenannter bunter Revolutionen geführt hat“, sagte Putin am Donnerstag bei Beratungen mit seinem Sicherheitsrat. In der Ukraine hatte es 2004/2005 die Orange Revolution gegeben, die einen Umbruch in Russlands Nachbarland einläutete. Nach ähnlichem Muster gab es zuvor schon in Georgien einen Volksaufstand. Putin sagte, für Russland sei dies eine Lehre und eine Warnung. „Wir sollten alles Notwendige tun, damit so etwas nie in Russland passiert.“

Dafür müsse Extremismus unterbunden werden, betonte der Präsident. „Extremismus wird in der modernen Welt als ein geopolitisches Mittel benutzt, um die Einflusssphären zu verschieben.“ Vor allem im Internet versuchten „Extremisten-Organisationen, Anhänger zu rekrutieren“. Dies gelte es zu verhindern. Einzelheiten nannte er dazu nicht, kündigte aber zugleich eine härtere Hand im Kampf gegen illegale Einwanderung an. Diese sei Ursache vieler Probleme.

Putins Äußerungen deuten auf Befürchtungen hin, dass sich die russische Bevölkerung unter dem Druck der westlichen Sanktionen und eines Wirtschaftsabschwungs gegen ihn stellt. Allerdings hatten die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim, wo die russische Schwarzmeerflotte stationiert ist, und die Berichterstattung ihm zugeneigter Medien seine Popularität in Russland zuletzt noch erhöht. Den Ton gegenüber dem Westen hatte Putin unlängst verschärft. Er warf den USA vor, Russland unterwerfen zu wollen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Russland: Putin will „Volksaufstand“ verhindern"

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  • BILD titelt : NACH ANTI PUTIN-REDE Merkel bei Russen komplett unten durch

    Russlands Bürger mögen Bundeskanzlerin Merkel (60) gar nicht. Das zeigen Meinungsumfragen nach Merkels Anti-Putin-Brandrede.
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    Antwort:Merkel: Angeblich auf der ganzen Welt beliebt. Alle Umfragen sind Fake.

    In Deutschland ist diese Maut-Lügnerin und Kriegstreiberin sowieso unten durch!
    -
    (...)

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Welt titelt: „ÄRGER ÜBER WESTEN“ Wie sich Putin in Osteuropa einschmeichelt

    25 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs sind viele frühere Ostblockstaaten bitter enttäuscht vom Westen. Putin will möglichst viel vom Einfluss der Sowjetunion zurück – und das könnte klappen.

    Da hat die EU mit Milliarden vor allem unseres Geldes dafür sorgen wollen, dass der demokratiefeindliche Moloch in Brüssel gefeiert wird und die Menschen wollen doch lieber Freiheit.
    Oder anders ausgedrückt: den Osteuropäern stinkt die feudale EU enorm !!!! Insofern unterscheiden sie sich nicht von den Westeuropäern. Denn hier nimmt die Ablehnung der EU auch dramatisch zu.
    Man könnte also besser sagen: Die Europäer vereint im Kampf gegen die EU.

  • Eine Welt OHNE NATO mit einem Bündnis-Neutralen Staat Deutschland wäre eigentlich die beste moderne Antwort auf viele geopolitischen Frage heutzutage.
    Übrigens, was haben diese 850 "Bundeswehr-Soldaten" in Afghanistan zu suchen ? Da ja bekanntermaßen das Grundgesetz seit 1990 nicht mehr gültig ist, können die USA direkt über die SHAEF Gesetze über deutsche Ressourcen an Mensch, Material & Kapital verfügen.
    Die Nato ist auch nur ein militärisches Diktat der USA gegen Sowjetunion gewesen und auch weiterhin gegen Russland geblieben. Das Deutsche Volk wird über so genannte "Bündnisverpflichtungen" für Fremd- u. Feindmächte verheizt.
    FREUNDSCHAFT zu Russland ist die aktuelle Devise, und nicht Säbelrasseln gegen das Land, das die größten Lasten des 2.Weltkrieges getragen hat. Die Amis haben nur ein paar Tausend Soldaten in militärische Kampfhandlungen verloren, während die Sowjetunion unzählige Zivilisten durch Vernichtungsmaßnahmen der Hitler Diktatur verlor.
    Das zu bedenken, geht den Nato-Strategen natürlich völlig ab und gegen den Strich!!

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