Russland-Sanktionen Schaden in Milliardenhöhe

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Produktion wandert ab

Wie stark die mangelnden Reformen und der gefallene Ölpreis schuld sind an den Schäden – und eben nicht allein die Sanktionen – machen folgende Zahlen deutlich: Von Januar 2014 bis Dezember 2016 sind die Russland-Exporte Deutschlands und der USA um 41 beziehungsweise 42 Prozent gefallen. Die Ausfuhren Chinas – das sich den Sanktionen nicht angeschlossen hat – sind gleichzeitig aber auch um immerhin 33 Prozent gesunken.

Die Zahl deutscher Firmenvertretungen in Russland ist im Zuge der Krise von 6000 auf 5300 gesunken. Rechnerisch gingen durch die Sanktionen 60.000 Arbeitsplätze verloren, durch den Ausfall von Produktion für das Russlandgeschäft im Umfang von 13,5 Milliarden Euro. Insolvenzen – wie die des Magdeburger Maschinenbauers Vakoma Production GmbH – sind laut Ost-Ausschuss aber „offenbar die Ausnahme geblieben“. Seit Sommer 2016 ist die Talsohle im Russland-Handel bereits durchschritten. Der bilaterale Warenaustausch stieg seither wieder deutlich an. Während die Exporte zuvor massiv gesunken seien, „scheinen aufgrund gestiegener Lokalisierungszwänge und günstigerer Lohnkosten Investitionen in Russland zuzunehmen“. Laut OA „wird weniger nach Russland exportiert, dafür mehr im Land produziert“.

Der OA wirbt dafür, die Sanktionen schrittweise abzubauen bei substanziellen Fortschritten in der Umsetzung des Minsker Abkommens zur Befriedung der Ost-Ukraine. Zudem will der Verband ernsthafte Gespräche zwischen der EU-Kommission und der Eurasischen Wirtschaftskommission über einen gemeinsamen Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok.

Weltweit beteiligen sich rund 40 Länder auf unterschiedliche Weise an den Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Neben der Ukraine, Norwegen, Kanada, Japan und der Schweiz sind unter dem Druck der EU auch EU-Beitrittskandidaten wie Albanien oder Montenegro beteiligt, während Serbien sich bislang enthält. Ebenfalls keine Russlandsanktionen eingeführt haben wichtige Wirtschaftsmächte wie China, Indien, Brasilien, die Türkei, Ägypten, Israel, Südafrika oder Südkorea.

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5 Kommentare zu "Russland-Sanktionen: Schaden in Milliardenhöhe"

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  • @Herr Peter Spiegel
    Welche lästige Ukrainie Geschichte? Russland ist da nun entgegen dem westlichen Mainstrream mit Sciherheit nicht verantwortlich. Schon vergessen, die USA und seine Verbündeten haben mit mehr als 5 Milliarden US Dollar, das Land destabilisiert, und einen gewählten demokratischen Präsidenten illegal aus dem Amt geputscht? Im Gegensatz zum westlichen wahrheitswidrigen Wiederholungen, von einer Annektieren der Krim, immer und wieder zu lügen? In Wahrheit war es eine Sezession, den Unterschied denke ich, kennen wohl einige oder? Noch nie in seiner Geschichte Russlands, hat Russland ein westliches Land überfallen, umgekehrt aber regelmäßig. Im Übrigen der Westen mit seinen gerade einmal 10% der Weltbevölkerung hat seit dem Ende des 2 WK mehr als 40 illegale Kriege auf Grund von Lügen geführt, und führt sie immer noch siehe Syrien usw. Schätzungen gehen von über 20 Mio. Getöteten aus, welcher alleine der Westen zu verantworten hat. Von den vielen illegalen Putschs weltweit, illegalen Drohnen und Bomben Terror des Westens ganz zu schweigen. Der Westen stellt sich regelmäßig über das Völkerrecht, und stürzt den Rest der Welt ins Chaos.

  • @Herr Peter Spiegel
    Mit solchen menschenverachtenden Aussagen über andere Nationen, sind Sie näher am Stürmer und einer Diktatur, als an einer sog. "Demokratie" Am Deutschen Wesen....(?)

  • Wenn es nach mir geht, könnte Putin auch den Mercedes rausrücken, den er fährt. Ist für seine russischen Besuffskis sowieso besser, wenn die selber anfangen zu lernen, wie man ein Auto baut. Freue mich schon auf die Staatskarossen Marke russischer Eigenbau. Sind wahrscheinlich ähnlich schrottreife Dreckschleudern wie dieser russische Flugzeugträger.

  • HB : " Laut OA „wird weniger nach Russland exportiert, dafür mehr im Land produziert“.
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    Die Sanktionen stärken den Reformwillen in Russland und zwingen westliche Geschäftspartner, verstärkt in Russland zu produzieren, um den Behinderungen durch Sanktionen auszuweichen.
    Fazit : Das ressourcenreiche Russland sollte an der Aufrechterhaltung der westlichen Sanktionen ein großes Interesse haben.

  • Es ist ja nicht nur diese lästige Ukraine Geschichte, die das Verhältnis zu Russland beschädigt. Auch die fortgesetzten Hacker-Angriffe und Fake-News-Geschichten, mit denen rechtsextreme Parteien a la Donald Trump an die Macht gebracht werden sollen, sollten zu einer weiteren Isolierung Russlands führen. Man kann sich doch nicht alles gefallen lassen.

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