Russland und die US-Wahl

Putin, der Trump-Versteher

Hillary Clinton wirft Russland vor, hinter dem Hackerangriff auf US-Demokraten zu stecken. Der Kreml weist dies zurück. Doch klar ist, wen Moskau gern als nächsten US-Präsidenten sähe. Was Putin und Trump verbindet.
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Der russische Präsident Putin und der US-Präsidentschaftskandidat Trump haben vieles gemeinsam: Beide sind unverhohlene Machos, lieben die Selbstinszenierung und sind hemdsärmelig. Quelle: AP
Graffiti von Putin und Trump

Der russische Präsident Putin und der US-Präsidentschaftskandidat Trump haben vieles gemeinsam: Beide sind unverhohlene Machos, lieben die Selbstinszenierung und sind hemdsärmelig.

(Foto: AP)

Moskau„Ich will keine Schimpfwörter gebrauchen“ – das sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow zu den Anschuldigungen, Russland stehe hinter einem Hackerangriff auf die US-Demokraten. Als absurd bezeichnete ein Kremlsprecher die Verwicklung Moskaus. „Das ist ein weiterer Versuch, Russland in den US-Wahlkampf zu ziehen“, sagte Dmitri Peskow am Dienstag der Agentur Interfax zufolge. Auch Außenminister Sergej Lawrow sprach von „unseriösen“ Verdächtigungen.

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte am Wochenende 19.000 gehackte E-Mails der Demokraten veröffentlicht. Die Mails zeigen, dass sich die angeblich neutrale Parteiführung der Demokraten offenbar schon früh auf Hillary Clinton als Präsidentschaftskandidatin festgelegt und hinter den Kulissen darauf hingearbeitet hat.

Clintons Wahlkampfteam schaltete eine Cybersicherheitsfirma ein und war sich schnell sicher, dass russische Hacker hinter dem Leak stecken. Das Ziel sei gewesen, dem republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump in die Hände zu spielen, heißt es aus dem Clinton-Lager. Trump sei eine Marionette Moskaus. Auch IT-Experten und die US-Bundespolizei FBI machen Russland für die Veröffentlichung mitverantwortlich.

US-Medien stellten bereits Verbindungen zwischen Trump und Kremlchef Wladimir Putin her. Doch diese sind zweifelhaft. Ein Name, der im Zusammenhang mit der Trump-Putin-Connection fällt, ist der Oligarch Alexander Maschkewitsch. Dieser soll eine größere Summe in Trumps Immobilienprojekt „Trump Soho“ in New York gesteckt haben. Maschkewitschs usbekischer Geschäftspartner Patoch Schodijew hatte vor 40 Jahren die Moskauer Diplomatenuni MGIMO zusammen mit dem Oligarchen Alischer Usmanow und Ex-Kremlberater Sergej Jastrschembski besucht. Aber ist der Milliardär Maschkewitsch schon deshalb ein Putin-Intimus?

Ein weiterer Geschäftspartner Trumps ist Aras Alagarow. Ihm gehört die Moskauer Crocus Group, ein führender Immobilienentwickler Russlands. 2013 holte Alagarow Trump und den Schönheitswettbewerb „Miss Universe“ nach Moskau. Trump drehte mit Alagarows Sohn Emin, einem russischen Schlagersänger, einen Clip und Alagarow rühmt sich bis heute seiner „guten Beziehungen“ zum US-Milliardär. Doch Alagarow ist kein Putin-Vertrauter, auch wenn er sich einst in einer Fernsehshow für dessen lebenslange Präsidentschaft ausgesprochen hat. Putin bekam übrigens Trump bei dessen Russland-Besuch im Jahr 2013 nicht zu Gesicht.

Ein weiterer Name, der die Trump-Putin-Connection belegen soll: Trumps Wahlkampfmanager Paul Manafort, der einst den gestürzten ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch beriet. Aber das bedeutet nicht, dass Manafort auf der Gehaltsliste des Kremls steht. Janukowitsch war – entgegen weit verbreiteten Vorurteilen – kein Vasall Putins. Die Beziehungen zwischen den beiden waren schon vor Janukowitschs unrühmlichem Abgang wegen dessen Ost-West-Schaukelpolitik gespannt – und sind es nach der Flucht Janukowitschs, die Putin als Feigheit betrachtet, geblieben.

Trotzdem ist ein Versuch der Einflussnahme Moskaus auf den US-Wahlkampf keineswegs auszuschließen.

Die Chemie zwischen Clinton und Putin stimmt nicht
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21 Kommentare zu "Russland und die US-Wahl: Putin, der Trump-Versteher"

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  • Trump Wellcome !

    Clinton...no we dont want she !

    Das Weisse Haus ist kein Clubhaus oder Rentneranstalt !

  • Ein echter RALPH........LOL

  • Da fragen Sie doch mal Gerhard, was er einsackt. wo leben Sie?

  • $675000 fuers Labern einsacken halten Sie fuer legitim? Sowas nennt sich Bestechung, nix legitim.

  • Die Clinton wird am Ende noch einen (Atom-)Krieg gegen Russland provozieren.

    Dann fangen Sie schon mal an, einen Atombunker zu bauen mit ausreichender Versorgung.

  • Für einen Vortrag Geld einzusacken, halte ich für legitim. Da befindet sich Hillary in guter Gesellschaft, wie z.B. unser ehemaliger BK Gerhard, der auch noch für nett für die Hergabe seines Namens von Nord Stream AG/Gasprom bedient wird.

    Studenten abzuzocken ist schlicht nur mies.

  • Putin und Trump, beide sind Zahlenmenschen. Keiner der Beiden würde sich auf die Aussage "Wir schaffen das" auf das Glatteis führen lassen.

    Diese Typen wollen erst sehen, was kann ich mit 1,5 Mio. neuen Leuten anfangen? Was können die?
    Der Eine würde sagen "ich kann sie nicht in Moskau", der andere "ich kann sie nicht in New York" einsetzen.

    "Benötigt Sibirien oder Montana Fachkräfte?" Das wären wahrscheinlich die Kriterien.

  • Und Hillary hat schnell mal $675000 von Goldman-Sachs fuer einen Vortrag eingesackt. Danach ist sie zu weiteren Banken, Versicherungen, Pharma und Ruestungsfirmen um auch dort Schutzgelder zu kassieren.
    Egal wie die Wahl in den USA ausgeht, am Ende wird das Böse über das Böse siegen.

  • Donald Trump - das ist doch der Betreiber der ehemaligen so genannten "Trump University", die nach Berichten der New York Time" die "Studenten" nicht nur übers Ohr gehauen, sondern auch zu positiven Bewertungen der Seminare genötigt hat.

    Trump, ein durch und durch ehrlicher Mann, genau wie der Zar von Russland und der Sultan vom Bosperus.

  • Die Clinton wird am Ende noch einen (Atom-)Krieg gegen Russland provozieren. Was das fuer Deutschland bedeuten wuerde brauche ich wohl nicht weiter eroertern. Egal wie schlecht Trump ist, ein Krieg gegen Russland (oder China) passt ihm nicht ins Konzept und das ist auch gut so.
    Nicht vergessen was Clinton alles verbockt hat. Fuer den Irak Krieg gestimmt, Umsturz in Libyen und Ukraine. Das ist eine internationale Brandstifterin wie sie die Welt seit Hitler nicht mehr gesehen hat.

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