Russland und Frankreich

Hollande dementiert Einigung im Schiffsstreit

Bereits vor vier Jahren hatte Russland zwei Kriegsschiffe bei Frankreich bestellt. Wegen des Ukraine-Konflikts stoppte Frankreich vergangenen Herbst die Lieferung. Eine Lösung im Streit gibt es offenbar noch nicht.
Update: 31.07.2015 - 20:08 Uhr 5 Kommentare
Moskau hatte zwei Kriegsschiffe im Wert von 1,2 Milliarden Euro im Juni 2011 bei Frankreich bestellt. Quelle: AFP
Mistral-Schiff Sevastopol im Hafen von Saint-Nazare

Moskau hatte zwei Kriegsschiffe im Wert von 1,2 Milliarden Euro im Juni 2011 bei Frankreich bestellt.

(Foto: AFP)

MoskauDer französische Präsident Francois Hollande hat russischen Angaben widersprochen, wonach sich beide Seiten im Streit über eine Entschädigung für die stornierte Lieferung von zwei Hubschrauberträgern geeinigt haben. „Es gibt derzeit keine Übereinkunft. Aber wir arbeiten daran, Lösungen zu finden“, sagte Hollande am Freitag dem Sender BFM TV. Er werde in den kommenden Wochen entscheiden.

Der russische Präsidentenberater Wladimir Koschin hatte der Nachrichtenagentur RIA gesagt: „Alles ist entschieden - sowohl der Zeitplan als auch die Beträge.“ Die Zeitung „Kommersant“ berichtete, Frankreich werde knapp 1,2 Milliarden Euro zahlen. Koschin sagte, er hoffe, dass bald ein Abkommen zur Auflösung des Vertrags unterzeichnet und die Höhe der Entschädigungssumme bekanntgegeben werden könne. Einer der Schiffbauer, DCNS, lehnte eine Stellungnahme ab.

Frankreich hatte auf Druck seiner westlichen Verbündeten die bereits vereinbarte Lieferung der Kriegsschiffe im Zuge der Ukraine-Krise storniert. Russland wird vorgeworfen, Separatisten im Osten der Ukraine militärisch zu unterstützen. Die Regierung in Moskau weist dies zurück.

  • rtr
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5 Kommentare zu "Russland und Frankreich: Hollande dementiert Einigung im Schiffsstreit"

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  • Die Franzosen könnten doch die Schiffe an den lupenreinen Demokraten und Verbündeten Erdogan verkaufen. Dann kann er noch besser die Kurden killen.

  • Warum verkaufen die Franzosen die Schiffe nicht nach Indien oder Iran. DIe können dann eventuell den Schrott dann weiterverkaufen ...

  • >> Streit um Mistral-Schiffe beigelegt >>

    Die Franzosen müssen die Bezahlung der Hubschrauber-Blechbüchsen den Russen erstatten und eine saftige Konventionalstrafe in Mrd. €-Höhe entrichten.

    Da die Mistrals teilweise mit Russischen Zulieferungen und Russischen Waffensysteme an Bord ausgestattet wurden, können die Franzosen diese Blechbüchsen auch nicht anderweitig abstoßen.

    Fazit : Sanktioni lassen grüßen ! Ein Milliardengrab für die Franzosen mit anschliessenden Arbeitsplatzverlusten in der Werftindustrie.

    Die Mistrals können die Franzosen jetzt versenken !

    Die Russen bauen bereits Ersatz-Hubschrauber-Träger...das Know-How haben sie ja jetzt bereits...von den Franzosen......zum Nulltarif !

  • Woher haben Sie die Information, dass die Entschädigung an Russland aus EU-Mitteln und nicht ausschließlich aus dem gallischen Staatshaushalt erfolgt? In den bzw. an die mehrheitlich im Staatsbesitz befindlichen französischen Unternehmen wäre im Falle des Verkaufs der Schiffe ja auch der Kaufpreis geflossen. Aber möglicherweise kennen Sie ein Regelwerk auf EU-Ebene, von dem ich bislang keine Kenntnis habe.

  • Das heisst jetzt im Klartext, dass Frankreich nicht liefert, wegen Vertragsbruch eine Entschädigung an Moskau zahlt, und da das ein EU-Beschluß war, zahlt Deutschland mit. Frankreich verkauft das fertige Schiff an einen anderen Kunden, den Betrag kassiert Frankreich alleine. Ach EU, du bist sowas von Scheiße!

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