Russlandreise: Handel ist weiter rückläufig

Russlandreise
Gabriel trifft Putin

Handel ist weiter rückläufig

Gabriel betonte die globale Bedeutung Russlands: „Wir haben ein dringendes Interesse an der politischen und wirtschaftlichen Stabilisierung sowohl in Osteuropa als auch in Syrien und im Nahen Osten.“ Diese Fragen würden bei seinem Gespräch mit Putin eine zentrale Rolle spielen.

Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums war der Handel zwischen deutschen und russischen Unternehmen zuletzt noch einmal rückläufig: Im ersten Halbjahr 2016 betrug der Rückgang demnach 13,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Exporte fielen in dem Zeitraum um 3,5 Prozent von 10,5 auf 10,1 Milliarden Euro.

Russlands Wirtschaft steckt in einer tiefen Krise, verursacht durch fehlende Reformen, niedrige Ölpreise und westliche Sanktionen. Die Strafmaßnahmen waren wegen Russlands Rolle im Ukraine-Konflikt verhängt worden. Gabriel hat für deren Lockerung geworben. Moskau hält die Sanktionen für ungerechtfertigt und hatte im Gegenzug Einfuhrverbote für westliche Agrarprodukte verhängt.

Deutsche Unternehmen in Russland werten Gabriels Besuch als positives Signal angesichts harter Sanktionen. „Es ist ein Zeichen, dass Deutschland und Russland trotz politischer Spannungen im Gespräch miteinander bleiben wollen“, sagte der Leiter der deutsch-russischen Auslandshandelskammer (AHK) in Moskau, Matthias Schepp.

„Die deutsche Unternehmerschaft wünscht sich wieder mehr Rückenwind aus Berlin“, sagte Schepp der Deutschen Presse-Agentur. Wenn es beispielsweise um Messebeteiligungen oder russische Wirtschaftsforen gehe, hätten Konkurrenten aus Frankreich und Italien mehr Unterstützung ihrer Regierungen.

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