Russlands Reaktion auf EU-Sanktionen
„Jetzt mussten wir antworten“

Russland hat die Liste der Waren vorgelegt, die dort nicht mehr eingeführt werden dürfen: Es trifft Fleischproduzenten, Milchprodukte stehen auf dem Index sowie Obst und Gemüse. Moskau plant noch weitere Strafmaßnahmen.
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MoskauDie EU-Staaten und die USA dürfen ab sofort kein Fleisch und keine Milchprodukte mehr nach Russland liefern. Von dem am Vortag angekündigten einjährigen Einfuhrverbot sind auch Obst und Gemüse betroffen, wie Regierungschef Dmitri Medwedew am Donnerstag in Moskau mitteilte. Die Sanktionen gelten demnach auch für Australien, Kanada und Norwegen.

Es handelt sich um Russlands bisher schärfste Reaktion auf die Wirtschaftssanktionen des Westens im Ukraine-Konflikt. Gegen die Ukraine erließ Russland außerdem ein Überflugverbot über seinen Luftraum. Ukrainische Fluglinien können nun nicht mehr auf dem kürzesten Weg zum Beispiel in die Türkei oder in die Südkaukasusregion fliegen. Russland habe sehr lange gar nicht geantwortet auf die Sanktionen, sagte Medwedew der Agentur Interfax zufolge. Das Land habe bis zuletzt gehofft, dass der Westen begreife, dass seine Politik in die Sackgasse führe. „Jetzt mussten wir antworten.“

Der Einfuhrstopp kann die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung des Exportverbandes BGA empfindlich schmerzen. Deutsche Exporteure seien massiv betroffen, teilte der Bundesverband Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen (BGA) in Berlin mit. Insbesondere für hochwertig verarbeitete Lebensmittel wie Fleisch- und Wurstwaren, Milchprodukte, Obst- und Gemüseprodukte und Fertignahrung sei Russland ein wichtiger Markt. Leidtragende seien aber auch die russischen Verbraucher. Sie müssten wohl die Zeche in Form höherer Preise, schlechterer Qualität und geringerer Vielfalt bezahlen, meint der Verband.

Auch russische Experten gehen davon aus, dass das Einfuhrverbot „äußerst schmerzhaft“ für beide Seiten wird. Die EU verliere viele Milliarden Euro aus dem Obst- und Gemüsehandel mit Russland, sagte der Wirtschaftswissenschaftler Sergej Sutyrin von der Universität St. Petersburg. Zudem müssten die USA auf einen lukrativen Markt für Rindfleisch und Geflügel verzichten. Der Moskauer Analyst Dmitri Polewoj sprach von einer „Schocktherapie“ für die russische Lebensmittelbranche. „Das Verbot betrifft zehn Prozent des Agrarimports, die jetzt schnell ersetzt werden müssen“, betonte er.

Kremlchef Wladimir Putin hatte den massenhaften Boykott von westlichen Lebensmitteln am Vorabend in einem Dekret verfügt und die Erstellung der Liste angeordnet. Medwedew sagte, der Importstopp werde streng überwacht. Zudem solle durch Kontrollen verhindert werden, dass für die weiter verkauften Waren die Preise steigen.

Als Nummer acht der größten Volkswirtschaften gehört Russland zwar zu den Riesen der Weltwirtschaft. Als Importeur spielt das Land aber im weltweiten Handel nur eine vergleichsweise geringe Rolle: Mit Einfuhren im Wert von rund 315 Milliarden Dollar (2013) rangiert Russland nur auf Platz 16 der weltweit größten Importeure – und damit noch hinter Spanien, Singapur und Mexiko. Zum Vergleich: Deutschland kommt fast auf das vierfache Importvolumen.

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  • Schmerzhafte Sanktionen
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    Russland verbietet jetzt also den Import von Form- und Separatoren-Fleisch, von Formfisch, Genmais, Chlorhühnern und Klonfleisch. Betroffen sind aber auch Tomaten aus Holland, Käse aus Frankreich und Obst und Gemüse.
    Aber das wird die EU kaum jucken. Sie macht es dann wieder wie früher. Da gab es auch Fleischberge und Milchseen. Diese wurden dann, wie auch die Überproduktion von Obst und Gemüse, vernichtet um die Preise hoch zu halten.
    Da ist es auch nicht verwunderlich, dass die Agrarsubventionen mehr als 50% des EU Haushaltes ausmachen.

  • Putin verbietet Lebensmittel aus dem Westen, das wird erst der Anfang sein.

    Wer den USA in den Hintern kriecht, braucht sich nicht zu wundern, dass sich Russland von Europa zunehmend distanzieren muss. Europa braucht Russland als Gegengewicht zur US-Wirtschaft und zur US-Politik. Leider wollen unsere Politiker dies nicht einsehen, sondern streben nach einer neuen Weltordnung (Vereinigtes Europa).

    Die US-Regierung hat gelogen um Kriege zu führen, das allein genügt als Feindbild. Zudem verlieren nicht nur Deutsche Unternehmen durch US-Spionage jährlich mehrere Milliarden Euro. Von Freundschaft kann dabei keine Rede mehr sein. Wegen der aggressiven Spionage- und Wirtschaftspolitik, ist die USA als Weltfeind Nummer 1 aufgestiegen. Natürlich trifft das nicht auf den normalen US-Bürger zu, die werden nämlich von der eigenen Regierung genauso veralbert wie wir.

    In Russland läuft nicht alles perfekt, doch könnte sich Deutschland auf alle Fälle auf Russland verlassen. Es gibt noch viele andere Länder mit dem Russland goldige Geschäfte machen kann. Z.B. China steht Russland viel näher als manche denken. Beide Länder werden eine Allianz aufbauen, schon allein wegen der Kapriolen der USA.

  • Wieder sind menschen die Leidtragenden. Aber was interessieren Frau Merkel schon Menschen bzw. Deutschland? Was sagteschon unser Bundespräsident: Alle Menschen nach Deutschland. Wie ernähren sie und sie können hier kostenfrei wohnen, da Deutschland ein reiches Land ist. Auch für den terroristischen Nachwuchs will er Schulen haben, damit die Anschläge wirkungsvoller durchgeführt werden können!

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