Russlands Sanktionen
EU will Pfirsich-Bauern helfen

Europas Pfirsich-Bauern fürchten sich vor Preisverfall wegen des Moskauer Importstopps. Doch die EU will helfen. So soll es künftig erlaubt sein, mehr Früchte vom Markt zu nehmen. Einzelne sollen Betriebe Hilfe bekommen.
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BrüsselDie Pfirsich- und Nektarinenbauern in der EU bekommen Unterstützung aus Brüssel. Der jüngste Preisverfall bei den beiden Obstsorten mache ein sofortiges Eingreifen nötig, erklärte Landwirtschaftskommissar Dacian Ciolos am Montag. Er wolle sich dafür einsetzen, dass das Angebot verknappt und die Nachfrage gesteigert werde. Nach Angaben der EU-Kommission soll unter anderem erlaubt werden, statt wie bisher fünf Prozent künftig zehn Prozent der Ernte vom Markt abzuziehen. Zudem sollten einzelne Betriebe gezielt Hilfe bekommen können.

Ciolos erklärte, die ohnehin schwierige Lage der betroffenen Bauern könne sich durch den russischen Importstopp für europäisches Obst weiter verschärfen. Daher wolle er jetzt eingreifen. Formal soll über die Unterstützung in den nächsten Wochen entschieden werden. Die Maßnahmen sollten aber rückwirkend ab Montag gelten.

„Ich werde nicht zögern, das Gleiche für andere von Exporten nach Russland abhängige Sektoren zu tun, wenn das nötig werden sollte”, erklärte Ciolos weiter. Russland hatte am Donnerstag ein „vollständiges Embargo” für Fleisch, Obst, Gemüse und Milchprodukte aus der EU, den USA, Kanada, Australien und Japan verhängt. Damit reagierte der Kreml auf die vom Westen wegen der Ukraine-Krise verhängten Wirtschaftssanktionen.

Die wichtigsten EU-Anbauländer für Pfirsiche und Nektarinen sind Italien, Spanien, Frankreich und Griechenland. Jährlich werden EU-weit rund 2,5 Millionen Tonnen Pfirsiche und 1,2 Millionen Tonnen Nektarinen geerntet. In der Branche herrscht hoher Konkurrenzdruck, zudem bereitet den Landwirten in diesem Jahr das Wetter Probleme. Der milde Frühjahr sorgte für gute Erträge, der eher kühle und feuchte Sommer dämpfte jedoch die Nachfrage.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Wie sieht es mit den Arbeitnehmern aus, die ihren Job aufgrund der einseitiogen Erklärung der Politiker verlieren?

    Weshalb erhalten Politiker allein in diesem Jahr 10 % mehr, während sie selbst viele Arbeitnehmer mit ihren "alternativlosen Entscheidungen" in die Arbeitslosigkeit schicken und Familien in Existenznot bringen?

    Ist das die Gerechtigkeit von denen Parteien im Wahlkampf tönen?

  • " statt wie bisher fünf Prozent künftig zehn Prozent der Ernte vom Markt abzuziehen..."

    Das darf doch wohl nicht wahr sein! Da hätten endlich auch Menschen mit HarzIV, einer Mini-Rente oder Mindestlohn-Aufstocker eine Chance auch an gutes Obst und damit an gesunde Vitamine zu kommen - und dann sorgt Brüssel dafür, dass das Obst auf den Müll wandert - nur um die Preise hoch zu halten...

    NEIN, das ist nicht mehr meine Welt!

    Es hungern Menschen - es gibt Suppenküchen - und nun soll intaktes Obst wegen der Preise vernichtet werden?

    NEIN!

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