Säbelrasseln
Nordkorea droht Süden mit heiligem Krieg

Einen „gnadenlosen, heiligen Vergeltungskrieg“ kündigt das kommunistische Nordkorea gegen Südkorea an. Der Süden solle sich für Provokationen durch seine Streitkräfte entschuldigen.
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SeoulIm Konflikt mit Südkorea hat das kommunistische Nordkorea seinen Ton wieder verschärft und mit einem „Heiligen Krieg“ gedroht. Über die staatlichen Medien beschuldigte das Regime in Pjöngjang am Mittwoch Grenzeinheiten der südkoreanischen Streitkräfte, Nordkoreas „Armee, System und Würde“ durch sichtbar ausgestellte anti-nordkoreanische Slogans zu beleidigen. Diese seien fast eine „Kriegserklärung“. Auf die Art der Slogans ging der Sprecher nicht näher ein.

Nordkorea werde auf jede Provokation mit einem „gnadenlosen, heiligen Vergeltungskrieg“ antworten, wurde der Sprecher zitiert. Er warnte vor „katastrophalen Folgen“, sollte sich Südkorea für seine angeblichen Provokationen nicht entschuldigen. Nordkorea hatte vor einigen Wochen ähnliche Drohungen ausgesprochen, nachdem in Südkorea bekanntgeworden war, dass Soldaten bei Schießübungen auf Fotos des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Il schießen. Diese Praxis wurde später eingestellt.

Die Drohungen am Mittwoch kamen am selben Tag, an dem eine Delegation von Regierungsbeamten und Geschäftsleuten aus Südkorea zu Gesprächen über ein seit drei Jahren eingefrorenes innerkoreanisches Touristenprojekt nach Nordkorea reiste. Nordkorea hatte angekündigt, dass es die südkoreanischen Einrichtungen in dem Feriengebiet im Kumgang-Gebirge an der Ostküste „loswerden“ wolle. Seoul hatte die vom Mischkonzern Hyundai organisierten Touren ins Kumgang-Gebirge im Juli 2008 wegen ungelöster Sicherheitsfragen ausgesetzt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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