Sanktionen gegen Nordkorea: Kim Jong Un droht Südkorea mit „tödlichem Schlag“

Sanktionen gegen Nordkorea
Kim Jong Un droht Südkorea mit „tödlichem Schlag“

Die schwarze Liste soll ausgeweitet, Vermögen eingefroren werden: Nach Südkorea kündigt auch Japan an, die Sanktionen gegen Nordkorea zu verschärfen. Betroffen sind auch chinesische Institutionen und Personen.
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TokioNeben Südkorea will auch Japan als Reaktion auf Nordkoreas Atomtest im September seine Sanktionen verschärfen. Das kündigte Ministerpräsident Shinzo Abe am Freitag laut der Nachrichtenagentur Kyodo bei einer Kabinettssitzung an.

Unter anderem sollen weitere Personen und Gruppen, die zur Entwicklung des nordkoreanischen Atom- und Raketenprogramms beitrügen, auf eine schwarze Liste gesetzt und in Japan angelegtes Vermögen eingefroren werden. Die Liste umfasse auch chinesische Organisationen und Personen, die an Nordkoreas Projekten beteiligt sein sollen. Ähnliche einseitige Maßnahmen verhängte auch Südkorea gegen den Norden.

Sie sollen die Wirkung der neuen Sanktionen verstärken, die der UN-Sicherheitsrat am Mittwoch gegen Nordkorea verhängt hatte. Das Land hatte im September trotz internationaler Warnungen den zweiten Atomtest in diesem Jahr unternommen. Auf einen Atomtest im Januar hatten die UN bereits mit neuen Sanktionen reagiert. Die neuen Strafmaßnahmen legen für Nordkoreas Kohleexport nach China eine Obergrenze fest, mit der die für Nordkorea sehr wichtigen Einnahmen um 62 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sinken sollen.

Die Resolution verurteilte den Anfang September vorgenommenen neuerlichen Atombombentest „auf das Schärfste“. Es ist bereits die sechste UN-Sanktionsrunde seit Nordkoreas erstem Atombombentest im Jahr 2006.

Nordkorea hat mit militärischen Drohgebärden auf den neuerlichen Sanktionsbeschluss reagiert. Machthaber Kim Jong Un habe persönliche ein umfangreiches Artilleriemanöver befehligt, das auf die südkoreanische Hauptstadt Seoul abziele, berichteten die nordkoreanischen Staatsmedien am Freitag.

Die Agentur KCNA zitierte Kim mit den Worten: „Wenn ein Krieg ausbricht, wird ein dermaßen tödlicher Schlag gegen die südkoreanischen Kräfte ausgeführt, dass wir deren Willen zur Gegenwehr von Beginn an brechen und sie einfach hinwegfegen.“ Weiter habe er gesagt: „Nichts und niemand würde überleben.“

Bei der Übung von Einheiten in Grenznähe wurde den Angaben zufolge ein Angriff auf die „reaktionären Herrschaftsorgane“ in Seoul und in anderen südkoreanischen Städten simuliert. Kim habe selbst eine Übung grenznaher Artillerieeinheiten befehligt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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