Sanktionen gegen Russland
Bundesregierung sorgt sich um russische Wirtschaft

Die russische Wirtschaft steuert auf eine schwere Krise zu. Die Bundesregierung zeigt sich besorgt. Allerdings sei die Krise nicht vorrangig auf Sanktionen zurückzuführen. Ökonomen halten eine Staatspleite für möglich.
  • 27

BerlinDie Bundesregierung hat sich besorgt über die russische Wirtschaftskrise geäußert. „Die Lage ist tatsächlich ernst“, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Martin Schäfer, am Mittwoch in Berlin.

Regierungssprecher Steffen Seibert ergänzte, die Bundesregierung beobachte die Entwicklung in Russland aufmerksam. Er betonte, dass die Krise nicht vorrangig auf die von EU und USA im Zuge des Ukraine-Konflikts gegen Russland verhängten Wirtschaftssanktionen zurückgehe. Die Krise habe verschiedene Ursachen, von denen die meisten schon vor dem Ukraine-Konflikt angelegt gewesen seien, sagte Seibert, ohne konkreter zu werden.

Auch die EU-Kommission hat sich besorgt über die wirtschaftlichen Entwicklung in Russland geäußert. „Wir sehen alle mit großer Sorge, wie sich die russische Wirtschaft entwickelt“, sagte ein Kommissionsvertreter am Mittwoch in Berlin. „Niemand hat ein Interesse daran, dass Russland in eine tiefe Depression stürzt“, betonte er. Die Kommission setze sich deshalb dafür ein, dass alle Möglichkeiten genutzt würden, um in der Ukraine-Krise mit Russland ins Gespräch zu kommen.
Russland müsse zu einer Konfliktlösung auf Grundlage des Minsker Abkommens zurückkehren. Bisher seien keine derartigen Schritte sichtbar. Der EU-Gipfel wird sich am Donnerstag und Freitag auch mit der Frage der EU-Sanktionen gegen Russland wegen dessen Vorgehens in der Ukraine befassen. Im Gespräch sind derzeit aber nur eine Ausweitung der Sanktionen. Der Westen wirft Russland vor, die Rebellen in der Ost-Ukraine zu unterstützen und damit zur Destabilisierung des Landes beizutragen. Die USA und die Europäische Union haben deshalb eine Reihe von Sanktionen gegen Russland verhängt.

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Wahrscheinlichkeit einer Staatspleite bei 33 Prozent

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  • *lach*

    Die Saktionen der EU waren immer nur Sanktiönchen. Dass der Verfall des Ölpreises kommen würde hatte niemand geahnt. Nun kommen die Sanktiönchen halt noch oben drauf und haben plötzlich tatsächlich Auswirkungen. Das wollte aber doch niemand!
    Russland sollte in der Ukraine beschäftigt werden - um sich weniger um den nahen Osten zu kümmern.
    Das dort die IS sich zur gleichen Zeit verselbständigen würden war so auch nicht geplant.
    Ich würde sagen, dass alles ist eher unter der Überschrift "Die Geister die ich rief ..." zu vermerken.

    Man könnte auch sagen: Obama plante - doch Menschen handelten :-)

    Dumm gelaufen

  • Die westliche Heuchelei ist nicht zu überbieten .Es grenzt an Verbrechen einen Staat zu ruinieren nur weil er sich nicht den westlichen Machenschaften unterwerfen will. Ich bin kein Putintroll sondern mache mir Sorgen um
    meine Enkel was aus Deutschland und Europa werden soll wenn solche "Polit.Gangster"weiter solche dreckige Politik betreiben

  • Wer stoppt die Kriegspropaganda gegen Russland?

    Wollen die Vereinigte Schulden von Amerika einen 3. Weltkrieg?

    Man mag es kaum glauben, aber es stimmt: Die Amerikaner stehen inzwischen mit fast 60 000 Milliarden Dollar in der Kreide!

    Genau genommen sind es 59400 Mrd. Dollar, wenn man Staatsschulden, Firmenschulden, Hypotheken und Verbraucherschulden addiert.

    Eine Summe, die sich jeder Beschreibung entzieht!

    Hätten Sie beispielsweise zur Zeit Jesu gelebt und hätten seitdem an jedem einzelnen Tag 80 Mio. Dollar ausgegeben, wären Sie noch immer nicht bei 59400 Mrd. Dollar!

    Die USA sind pleite und ihr Dollar am Ende. Aber Sie kennen das sicherlich aus dem Tierreich: Ein angeschossenes Raubtier ist besonders gefährlich und vor allem in seinen Reaktion unberechenbar. Und genauso schätze ich die USA in der aktuellen Krisenlage ein.

    Putin trennt sich vom Dollar und kauft physisches Gold und verabschiedet sich damit ganz offen vom Dollar. Im gleichen Atemzug eröffnet Russland Konten in Asien und stellt die Export-Verträge auf asiatische Währungen wie den chinesischen Yuan um.

    Sind Russland & China auf dem Weg, sich vom Dollar-Zwangssystem zu befreien?

    Wenn sie damit Erfolg haben, bedeutet es den Todesstoß für die globale Vormachtstellung Amerikas bzw. der privaten FED-Bankster!

    Seit dem 2. Weltkrieg wird der Handel mit Erdöl gezwungenermassen in privaten Fed-Dollar fakturiert, was der Rest der Welt ( Dank US Army oder besser FED Army ) so hinzunehmen hatte.

    Wer sein Öl nicht gegen private Dollar, sondern gegen Euro verkaufen wollte, wurde vom westlichen Medienkartell zum "Terroristen" erklärt ( Saddam Hussein , Hugo Chavez, Gaddafi, Ahmadinedschad ) und von der Nato "befreit".

    Ist das der Grund warum FED-Marionette Obama einen Nato-Krieg in Europa mit Russland will?

    Da sollte man sich mal die Frage stellen, wem gehören eigentlich die Medien?

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/f-william-engdahl/das-amerikanisch-saudische-geheime-abkommen-ueb

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