Sanktionen gelockert
Weitere EU-Unterstützung für Syriens Rebellen

Der Krieg in Syrien spitzt sich weiter zu. Die Friedensbemühungen laufen weiter. Und nun eilt die EU den Rebellen zu Hilfe. Eine weitere Lockerung von Sanktionen gegen das Land sollen mehr humanitäre Hilfe ermöglichen.
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Brüssel/Washington/IstanbulDie Europäische Union lockert zur Unterstützung der Opposition gegen Syrien verhängte Wirtschaftssanktionen. Um den Rebellen helfen zu können, dürfen europäische Banken ab Samstag Filialen und Konten in Syrien eröffnen, beschlossen die Mitgliedsländer am Freitag.

Die Dienstleistungen dürften aber nur gewährt werden, wenn dies mit der Opposition abgesprochen wurde und das Einfrieren von Konten syrischer Firmen sowie Regierungsvertretern nicht unterwandere.

Die EU erhofft sich, dass dadurch humanitäre Hilfe und der Wiederaufbau der Grundversorgung finanziert werden kann. Die Bevölkerung Syriens ist Hilfsorganisationen zufolge in Teilen des Landes, die von den Rebellen kontrolliert werden, weitestgehend von der Wasserversorgung, Elektrizität und medizinischer Hilfe abgeschnitten.

Erst Anfang der Woche hatte die EU beschlossen, das Verbot für Waffenlieferungen nach Syrien auslaufen zu lassen. Damit können die Rebellen aus- und aufgerüstet werden.

Der Krieg in Syrien hatte sich jüngst durch vielkritisierte Waffenlieferungen an das Regime zugespitzt. Das Regime hatte angeblich hochmoderne Waffen aus Russland erhalten. Dies hatte jüngst zu scharfer Kritik aus Deutschland und den USA geführt.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle bezeichnete die Waffenlieferungen an das Regime als „vollkommen falsch“ und appellierte an die Russen die geplante Friedenskonferenz in Genf „nicht zu gefährden“.

Die Syrien-Konferenz soll nach einem Ausweg aus dem mittlerweile über zwei Jahre anhaltenden Bürgerkrieg suchen. Sie wurde von Russland und den USA vorgeschlagen und soll noch diesen Monat stattfinden. Trotz den aggressiven Äußerungen der Konfliktparteien laufen die Bemühungen, die Konferenz zu organisieren weiter.

Das Treffen im schweizerischen Genf soll am Mittwoch von Vertretern der Vereinten Nationen, der USA und Russlands vorbereitet werden. Die Führung in Damaskus signalisierte ihre Bereitschaft zur Teilnahme. Die Rebellen stellten jedoch unter anderem die Bedingung, dass Assad zurücktreten müsse, was dieser ablehnt.

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  • Schon ueber 2 Jahre bringen Medien die Hororszenen vom blutigen syrischen Buergerkrieg mit schon fast 3 mio Opfer an Toten,Verwundeten,Invaliden,Fluechtlinge innerhalb+ausserhalb von Syrien. Niemand kann genau beurteilen was da genau passiert weil die europaeische Presse ueber die Politik+Nato Anweisungen bekommen hat was geschrieben werden muss+wer dort der Boesewicht ist.Jeder versteht dass Assad nicht einfach einen Krieg gegen das eigene Volk startet,sondern nur antwortet auf Prvokationen welche in keinem europaeischen Land toleriert wuerden.Deswegen muessen doch Alle einverstanden sein zu untersuchen wer/was diesen schrecklichen,blutigen Krieg ins Geheim unterstuetzt mit Waffen,terroristischen Anschlaegen,trainierung von Rebellen,Finanzmitteln fuer Waffen+taegliche Zahlung der Rebellen.Dann muessen Anstifter,Kriegshetzer+Finanzierer zum internationalen Gericht eingeladen werden um zukuenftigen Katastrophen zu vermeiden,weil diese Parteien sind im Stande ein furchtbares Leid in irgendeinem Land zu verursachen

  • Es ist verheerend irgendeine Partei mit Waffen zu versorgen , denn seien wir doch mal ehrlich zu uns selber , wer glaubt noch daran dass dieser Konflikt mit Diplomatie zu lösen ist ?
    Wer glaubt noch daran dass dieser Konflikt sich nicht über die Landesgrenzen nach Süden ausbreiten wird ?
    Sowohl Assad als auch die Rebellen werden gegen Israel vorgehen , der sich dann entwickelnde "Konflikt"wird zum Krieg führen !!!

  • Ähm hallo, will denn niemand aus der Geschichte lernen?

    Wie ist es denn ausgegangen, wenn sich westliche Nationen in die Angelegenheiten anderer Nationen, allen voran arabischen, eingemischt haben?

    Der ganze arabische Frühling wird uns eines Tages noch gewaltig um die Ohren fliegen. Jetzt werden die Weichen gestellt und der Zug wird in Richtung Radikalisierung fahren.

    Das Abendland sollte auf der Hut sein aber sie tun das Gegenteil. Jetzt jubeln noch alle über die tollen Erfolge in Ägypten, Tunesien und ... und die Salafisten reiben sich schon die Hände.

    Amerikanische Außenpolitik hat schon immer in ein Desaster geführt. Dieses mal wird es die Apokalypse sein.

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