Sanktionen verschärft

Nordkorea droht, China beschwichtigt

Trotz oder gerade wegen verschärfter Sanktionen droht Nordkorea mit atomarer Aufrüstung. China will beschwichtigen. Nach Ansicht von Experten könnte der engste Verbündete bei der Lösung des Konflikts zentral werden.
Update: 09.03.2013 - 09:15 Uhr 15 Kommentare
Der nordkoreanische Staatchef Kim Jong-Un inspiziert die Grenze nach Südkorea. Quelle: dpa

Der nordkoreanische Staatchef Kim Jong-Un inspiziert die Grenze nach Südkorea.

(Foto: dpa)

Peking/SeoulNach der jüngsten Eskalation auf der koreanischen Halbinsel hat China alle Beteiligten zu mehr Zurückhaltung ermahnt. Der Konflikt mit Nordkorea lasse sich nicht allein mit Sanktionen lösen, sagte der chinesische Außenminister Yang Jiechi am Samstag mit Blick auf die jüngst vom UN-Sicherheitsrat verschärften Strafmaßnahmen. Der Streit müsse grundsätzlich auf einem anderen Weg gelöst werden. Es sei wichtig, dass alle Seiten nun einen kühlen Kopf bewahrten, erklärte Yang.

Dialog sei der „einzig richtige Weg“, sagte der Minister. Alle Parteien sollten „Ruhe und Zurückhaltung“ zeigen und nichts unternehmen, was die Lage weiter eskalieren lassen könnte.

Als einer der letzten Verbündeten des kommunistisch regierten Nordkorea hatte auch China am Donnerstag im UN-Sicherheitsrat den Sanktionen zugestimmt. Bereits vor der Abstimmung hatte Nordkorea den USA mit einem Atomschlag gedroht. Mit den Sanktionen reagierten die Vereinten Nationen auf den jüngsten Kernwaffenversuch von Nordkorea.

Als Reaktion auf die Verschärfung der Sanktionen kündigte Nordkorea weitere Maßnahmen zum Ausbau seines Kernwaffenprogramms an. Der neue Sanktionsbeschluss des UN-Sicherheitsrats sei ein „Produkt der feindseligen Politik der USA“ und werde vollständig zurückgewiesen, hieß es am Samstag in einer Erklärung des Außenministeriums in Pjöngjang. Die Welt werde deutlich sehen, wie die Volksrepublik ihre „permanente Stellung als Atomwaffenstaat und Satellitenstarter festigen wird“, wurde ein nicht namentlich genannter Sprecher von den Staatsmedien des kommunistischen Landes zitiert.

Nordkorea hatte bereits im Januar neben der Drohung mit dem Ausbau seines Atomwaffenarsenals weitere Satellitenstarts und neue Tests von Langstreckenraketen angekündigt, die gegen die USA gerichtet sein würden. Zuvor hatte der Weltsicherheitsrat die Sanktionen gegen Nordkorea wegen eines umstrittenen Raketenstarts des Landes im Dezember ausgeweitet. Die Sanktionen wurden in dieser Woche wegen des nordkoreanischen Atomtests am 12. Februar noch einmal verschärft.

Nach der jüngsten UN-Resolution hatte Pjöngjang den USA mit einem atomaren Erstschlag gedroht und einen Nichtangriffspakt mit Südkorea für ungültig erklärt. Zuvor hatte Nordkorea gedroht, den Waffenstillstandsvertrag von 1953 zur Beendigung des Korea-Kriegs aufzukündigen.

Wie ernst muss man die Drohungen nehmen?
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15 Kommentare zu "Sanktionen verschärft: Nordkorea droht, China beschwichtigt"

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  • • "… ihr aber seid meine Schafe, die Schafe meiner Weide, Menschen seid ihr; ihr heißt Menschen, nicht aber heißen die weltlichen Völker Menschen, (sondern Vieh)."
    (Baba mezia 114b)

  • Schon erstaunlich wie die Bilderberger es geschafft haben aus der gesamten Welt ein funkendes Pulverfaß zu schaffen. Welches nun jeden weiteren Tag explodieren könnte. Eines steht jedenfalls fest, jeder Krieg , egal Wo und egal Wann, ist ein GEWINN DER BILDERBERG-TEUFEL! Wir alle müssen nun die letzten RESTE unseres "brutal Hirn gewaschenen Verstandes" zusammenkratzen! Denn am Ende ist es wie es schon immer war, das Fußvolk soll dezimiert werden und wir alle hauen uns die Schädel ein, während die perversen AUSLÖSER im BUNKER TV , bei einem Gläschen Wein, dabei zusehen! Schreibt euch das bitte alle hinter die Ohren, und öffnet endlich das Herz und Euren wahren Verstand... Wir Alle müssen uns nun neu organisieren, und das wird verflucht schwer. Denn auch hier haben die Bilderberger ganze Arbeit geleistet. Rassismus und blindwütiger Fremdenhass wo das Auge hinschaut... DAS WAR SO GEWOLLT! Um so schwerer werden wir es haben, all diese Gruppierungen zu vereinen, aber wir haben keine Wahl mehr. Jeder muss nun zwischen herzlichem Verstand oder dem Teufel wählen. (Möchte ich lieber helfen etwas neues aufzubauen, oder sollte ich nun endlich meinem blindwütigem Hass a`la Teufel folge leisten? Wir haben zumindest diesbezüglich immer eine Wahl!)

  • Nordkorea droht mit Krieg
    ======================
    Die Friedensbewegung: schweigt!
    Die Linke: schweigt!
    Claudia Roth: schweigt!
    Die Mahnwachensteher: nicht zu sehen!
    Die Lichterkettenprofis: abgetaucht!

    Kurzum: Was Nordkorea gerade tut, scheint mit der Gedankenwelt der Friedensbewegung, der Linken, der Grünen usw. übereinzustimmen.


  • schon am frühen Morgen im Rausch?

  • MIT WELCHEM RECHT ???
    SOUVERÄN ein BEGREIF , den WENIGSTEN VERSTEHEN !!!
    WIE auch NICHT VERSTEHEN WAS VOLK und LAND HEISST .

    AMIS werden sich WUNDERN wen DANN ALLES ALS FEINDE HABEN und WAREN IM GLAUBEN ihre SKLAVEN WAREN !!!!

    Frank Frädrich

  • KOREA IST DER KOMMENDE KRIEGSSCHAUPLATZ
    AM CHINESISCHEN MEER.
    Man darf davon ausgehen, daß es endeutige amerikanische Angebote an Nord-Korea gab und auch zunehmend eindeutig geben wird. Auch sollte man den wichtigen Tei der Nachricht nicht übelesen:
    Es gab und gibt einen Markt für Luxusgüter.
    Und bezahlten Rechnungen diesbezüglich.
    Aus Nord-Korea wird es kein zweites Cuba geben.
    Auch ist der nun jahrelange Weg der Eskalation ein Fakt.
    Man muß kein Visionär sein, um zu ahnen:
    FLUGZEUGTRÄGER VOR NORD-KOREAS KÜSTEN
    WERDEN DEN HIMMEL VERFINSTERN!

  • Kiegsrhetorik
    =============
    "Nordkoreas Kriegsrethorik wird immer lauter. Nachdem die Uno ihre Sanktionen gegen das Land verschärft hat, droht Pjöngjang nun damit, sein Atomwaffenprogramm zu forcieren."

    I'll do anything for that, yes, I'll do anything for that, I'll do anything for that, but I don't do that, no! I'll don't do that! ...

    Wenn China ihnen den Hahn zudreht, geht dort nichts mehr.
    Seine Panzer, Jeeps und Kampfjetzt bleiben dann zuhause, da sie keinen Sprit haben.
    Er (Kim Jong-un) kann dann seine "Sandkastenspiele" im Sandkasten weiterspielen.

  • Es ist wohl schon ein ziemlich unmenschliches System dort in Nordkorea.
    Ich denke aber, dass sich mit friedlichen Mitteln mehr erreichen lässt als mit Sanktionen oder Zwang.
    Mit friedlichen MItteln würde es wohl eher so gehen wie bei China.
    Langsame Angleichung würde sicher folgen.
    Nur den kapitalistischen Kräften im Westen passt das nicht, denn der große zu machende Profit würde aus bleiben.
    Nur wenn N-Korea zusammen brechen würde, kann sich der kapitalistische Westen auf das Land stürzen wie eine Krake.
    Man könnte sich die Filetstücke einverleiben und das Land in die Zinssklaverei führen, wie dies schon so oft auf dieser Welt mit ähnliche Strukturen geschehen ist.
    Die maßgeblichen kapitalistischen Kräfte auf dieser Erde wollen Sanktionen die das Land in die Knie drücken um dann Ausbeutung zu betreiben.
    Dies alles unter dem Deckmäntelchen der Demokratie und der Lüge, dass man nur das Beste für die Bevölkerung des Landes will.
    Wer nicht zu einfach denkt, kann dies leicht erkennen.

  • Der Punkt ist doch, daß das Kim-Regime möglicherweise allen Ernstes glaubt, Süd-Korea oder gar die USA (was für ein Witz!) wollten das Land übernehmen. Vielleicht sollten die sich mal drüber klar werden, daß die meisten Nord-Korea bestenfalls mit einem mitleidigen Lächeln betrachten. Das ist doch allenfalls ein heruntergewirtschaftetes 4. Welt-Land mit einem unmenschlichen Gewaltregime und großen Rosinen im Kopf (Atommacht, Weltraumambitionen).
    Wenn ich einen Beitrag, den ich vor Jahren mal las, richtig interpretiert habe, dann ist Süd-Korea an einer Wiedervereinigung überhaupt nicht interessiert. Gegen die Kostenlawine, die die Übernahme dieses Armenhauses auslösen würde, sind die 2 Billionen (2000 Milliarden!!!), die uns die Wiedervereinigung mit der DDR gekostet hat, ein bloßes Taschengeld. Nord-Korea ist nichts, hat nichts außer ein paar Bodenschätzen, ist völlig uninteressant, ein stalinistischer Restposten, den man am besten vergessen würde, wäre da nicht die pathologische Paranoia seiner Regierung, die sich lächerlicherweise von allen Seiten bedroht fühlt. Daraus resultiert dann auch das Problem, denn krankhaft paranoide handeln irrational und können äußerst gefährlich werden. Ein Teufelskreis, das ganze, für den es keine einfache Lösung gibt! Ich beneide die Chinesen wahrlich nicht ob solcher Nachbarschaft.

  • Sanktionen sind eine Sackgasse. Würde China tatsächlich auf diesen gehirngewaschenen Expertenzug aufspringen, hätte es den Atomkrieg direkt vor der Haustür. Denn Deutschland wird von einer Gehirnwäschespezialistin regiert. Alleine, daß der mainstream das nicht realisieren will, ist ein Beweis für den Erfolg Merkel'scher Gehirnwäsche. Da bleibt einfach nichts mehr haften.
    Problematisch ist vor allem die Flachheit der angebotenen Lösungen.

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