Sanktionen: Welche Länder mit Iran Geschäfte machen

Sanktionen
Welche Länder mit Iran Geschäfte machen

Die Staaten halten es sehr unterschiedlich, wie man mit dem Iran umgehen sollte. Einige lassen sich das Geschäft nicht entgehen, bei anderen setzt sich die politische Überzeugung durch. Die Handelsblatt-Korrespondenten in aller Welt berichten aus ihren Ländern.
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Vor allem in Europa zeigen die Sanktionen Wirkung. Immer mehr Konzerne kündigen öffentlich an, sich aus dem Iran-Geschäft zurückzuziehen.

Frankreich
Der Ölriese Total hat sich vor einem Jahr vom Iran-Geschäft verabschiedet. Total wollte mit Shell und Repsol das Gasvorkommen "South Pars" erschließen und das verflüssigte Gas auf den Weltmärkten verkaufen. Im Juni kündigte Total zudem an, den Verkauf von Benzin an Iran einzustellen - wie Shell und BP. Am Dienstag stellte die Regierung in Paris den Unternehmen Regeln vor, unter denen Geschäfte mit Iran noch möglich sind: Alle Transaktionen von mehr als 40 000 Euro muss das staatliche Schatzamt genehmigen. Davon dürften die Autohersteller nicht betroffen sein, die mit lokalen Partnern unterwegs sind. Renault lässt vom iranischen Hersteller Khodro seinen "Logan" fertigen, der dort unter dem Namen "Donner" verkauft wird. Im ersten Halbjahr verkaufte Renault in Iran 20 626 Autos (Marktanteil: 2,8 Prozent). PSA Peugeot Citroën verkauft in Teile zerlegte Autos an Khodro, im ersten Halbjahr waren es 235 000 Stück (Marktanteil: 31 Prozent).

Italien
Italien ist mit Konzernen wie Fiat, Eni, Edison Finmeccanica und Tecnimont präsent. Vor allem sind es die Branchen Öl, Stahl, Energie und Petrochemie. Der Öl- und Gaskonzern Eni kündigte im Frühjahr an, die letzte Phase eines Projekts in Dharkovin nicht abzuschließen und sich von Beteiligungen im Ölsektor zu trennen.

Japan
Japan zog Anfang des Monats die Zügel straff an. Das Kabinett verabschiedete zusätzliche Sanktionen gegen Irans Nuklearprogramm. Sie Sanktionen zielen auf die Bereiche Nuklearwaffen, Finanzen, Handel, Energie und Transport. Außerdem werden finanzielle Transaktionen stärker überwacht. Tokio will zudem neue Investments in Ölraffinerien und andere Energieprojekte unterbinden. Toyota hatte schon davor beschlossen, seine Produktion in Iran freiwillig zu stoppen. Unbehelligt sind Rohölimporte, auf die Japan angewiesen ist.

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