Santiago
Sozialistin Bachelet Favoritin in Chiles Präsidentenwahl

In Chile hat die Sozialistin Michelle Bachelet nach bisherigen Auszählungen klar die erste Runde der Präsidentenwahl gewonnen. Die erforderliche Mehrheit zur Vermeidung einer Stichwahl verfehlte sie jedoch.

HB SANTIAGO. In der Stichwahl, die für Januar geplant ist, muss sie gegen den Kandidaten des rechten Lagers, Sebastian Pinera, antreten, einen der reichsten Männer des Landes. Bei der gleichzeitigen Parlaments- und Senatswahl zeichnete sich ebenfalls ein Sieg der Mitte-Links-Koalition ab, dessen Kandidatin Bachelet ist.

Nach Auszählung von 96 Prozent der Stimmen lag Bachelet bei 45,8 Prozent - deutlich vor den beiden Bewerbern des rechten Flügels, Pinera und Joaquin Lavin mit 25,4 und 23,2 Prozent. Der kommunistische Kandidat Tomas Hirsch erhielt 5,1 Prozent.

„Unser Ergebnis hätte heute besser sein können“, sagte Bachelet in einer ersten Stellungnahme. „Aber das ist ein guter Grund für uns, härter zu arbeiten.“ Der Rechtskandidat Lavin kündigte seine Unterstützung für Pinera an. „Zusammen hatten wir mehr Stimmen als Bachelet, und wir haben eine gute Chance, die Präsidentschaft zu erringen“, sagte er. Auch Pinera bezeichnete den Wahlausgang als einen Schritt in Richtung Sieg der Opposition.

Der Nachfolger des sozialistischen Präsidenten Ricardo Lagos wird am 11. März vereidigt. Bei der Parlamentswahl wurden die 120 Mandate in der Abgeordnetenkammer neu vergeben. Zugleich wurde über 19 der 38 Sitze im Senat abgestimmt. Bislang verfügte in beiden Kammern das Mitte-links-Bündnis Abstimmung für die Demokratie über eine knappe Mehrheit, die es nach ersten Ergebnissen auch verteidigen konnte.

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