Sarkawi ruft zu bewaffnetem Widerstand auf
Irak: Allawi verkündet Grenzschließung

Übergangsministerpräsident Ijad Allawi hat am Montag die Schließung der Grenzen des Iraks mit Jordanien und Syrien beschlossen. Auch der Flughafen Bagdad werde vorübergehend geschlossen, sagte Allawi am Montag nach Angaben des arabischen Nachrichtensenders Al-Dschasira. Die Übergangsregierung hatte am Sonntag die Verhängung des Ausnahmezustandes für 60 Tage verkündet.

HB BAGDAD. Zwischenzeitlich hat der El-Kaida-Verbündete Abu Mussab al-Sarkawi in einer Internet-Erklärung alle Moslems aufgerufen, sich gegen die USA zu erheben.

Sarkawi wird in der irakischen Rebellenhochburg Falludscha vermutet, die am Montag vor der seit Tagen angekündigten Großoffensive durch die US-Armee stand.

„Oh, Volk, der Krieg hat begonnen und der Aufruf zum Dschihad (Heiliger Krieg) ist gemacht worden“, hieß es in der Erklärung, die auf einer häufig von Moslem-Extremisten genutzten arabischen Internet-Seite veröffentlicht wurde. „Trotz der Höllenqualen, die wir leiden, bei Gott, die Feinde werden nur Dinge sehen, die ihnen Schaden zufügen... Lasst uns ihnen widersetzen mit unserer ganzen Kraft.“

Die US-Armee vermutet, dass sich in Falludscha 1 000 bis 6 000 Aufständische verschanzt haben - Anhänger des gestürzten irakischen Präsidenten Saddam Hussein und ausländische Kämpfer, die von Sarkawi angeführt werden. Dieser wird für zahlreiche Anschläge und Enthauptungen mehrerer ausländischer Geiseln im Irak verantwortlich gemacht. Die irakische Regierung will mit Unterstützung der US-Armee Rebellenhochburgen wie Falludscha bis zu den Wahlen Ende Januar unter Kontrolle bringen.

In der Nacht zum Montag hatten US-Truppen ein heftiges Artillerie-Feuer auf Falludscha eröffnet. Beinahe minütlich waren Explosionen zu hören, aus dem Nordwesten der Stadt stieg dichter schwarzer Rauch auf. US-Kampfflugzeuge flogen schwere Angriffe gegen Ziele in Falludscha.

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